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Wolfgang Nowoczyn - Trommeln für Mali

Wolfgang Nowoczyn und Trommelgruppe

Hätten wir heutzutage nicht die moderne Telefonie oder den postalischen Weg, würden wir wohl über große Distanzen so kommunizieren, wie es jahrhundertelang die Einheimischen von Neuguinea, Afrika oder in den amerikanischen Tropen getan haben.

Dass Trommeln aber auch ein ausgezeichnetes Mittel auf dem Weg zur Heilung sind, im physischen wie auch im psychischen Bereich, ist längst kein Geheimnis mehr weil sie,

erwiesenermaßen, Lebensfreude, Energie und Begeisterung vermitteln.

Einer, der sich bestens mit dem "Telefonieren mit der Seele" auskennt, ist der Bremerhavener Wolfgang Nowoczyn. Der gelernte Schiffbauer macht nach seinem Weggang bei der Rickmers Werft 1988 eine Umschulung zum DV Kaufmann, setzt sich mit der Systemprogrammierung auseinander, bevor er sich 2001 zum Psychotherapeuten ausbilden lässt.

Wolfgang Nowoczyn vor Ort

Seinen Urlaub verbringt er im westafrikanischen Mali, der Heimat der Buschtrommel, lernt Land und Menschen kennen und freundet sich mit den Bewohnern des Dorfes Teneya an.

So lernt er vor Ort, dass 90% der Leute hier weder schreiben noch lesen können.Eine Ausnahme ist der "Griot", ein Geschichtenerzähler, der jeden Menschen in seiner Umgebung, seinen Werdegang und sein Schicksal genaustens kennt. Stirbt er, geht eine Bibliothek zugrunde. Nowoczyn selbst hält sich mindestens einmal im Jahr im drittärmsten Land der Welt auf, um zu helfen, die Wurzeln zu erhalten, die, wie er sagt, in den meisten Industrieländern bereits verloren gegangen sind.

Leider erfüllen gut gemeinte Textilien-Spenden nicht den Zweck, den sie sollten, weiß der Bremerhavener zu berichten. Ein Schneider mit einer simplen, fußbetriebenen Nähmaschine kann eine ganze Familie ernähren. Wer aber kauft noch, wenn er seine Kleidung geschenkt bekommt. Er lernt, dass der Besitz einer eigenen Trommel Reichtum bedeutet, und dass ein Dorf ohne Musik ein totes Dorf ist.

Trommelseminar Wollingst

In seiner Heimatstadt Bremerhaven leitet er mit großem Engagement drei Bremerhavener Djembè-Ensembles. Seine Schüler in den jeweiligen Projekten werden von ihm nicht nur auf ausschließlich westafrikanischen Trommeln unterrichtet, sie lernen auch jede Menge über Land, Kultur und Lebensart der entsprechenden Ursprungsländer Mali und Guinea.

Am 21.06.08 gründete er den "Verein zum Erhalt traditioneller Musikkultur in Mali und Guinea". Der Erlös kommt einem Projekt in Mali zu. Dort werden von dem Geld in dem Ort Sibiribugu u. Teneya Trommeln für die Kinder gebaut, da sie in Mali meistens auf leeren Dosen oder Plastikkanister trommeln müssen. Außerdem sollen ein traditioneller Trommler und ein Griot die Kinder dann unterrichten.

Tänzerin Fanta Haba

Nowoczyn hält engen und freundschaftlichen Kontakt zu den weltbesten Trommlern, wie, beispielsweise, dem Meistertrommler Ibro Konaté und dem Koraspieler Karamo Kuyateh, die er bei Bedarf zu Veranstaltungen, die er selbst organisiert, einlädt. Das hat, unter anderem, den Hintergrund, dass ihm bewusst ist, der Prophet im eigenen Land gilt nur wenig. Wer aber eine Botschaft an die Menschen hat, der will natürlich auch so viele wie möglich von ihnen erreichen.

Kontakt: Wolfgang Nowoczyn - 0471- 80 44 73 und mobil: 0170/2903228


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