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Big House - straighter (Country) Rock

Big House

Was mich immer an Hand gemachter Musik begeistert hat, und es natürlich immer noch tut, ist, wenn eine Band ohne viele Effekte auskommt. Effekte, die häufig den ursprünglichen Sound einer Band nicht nur verfälschen, sondern auch immer wieder das Gefühl vermitteln, ohne diese Effekte kommt die Combo nicht zurecht.Aus eigener Erfahrung der vergangenen Jahre in diversen Studios, konnten meine Mitmusiker und ich uns selten wehren weil es da immer einen Produzenten gab, der es besser wusste. Dieser Produzent wurde entweder von der Firma ausgesucht, oder aber wir durften selbst bestimmen, und wir nahmen den falschen, einen, der sich mit der Musik, dem Charakter der Band gar nicht auseinander gesetzt hat.

Der Eine fand, dass die Aufnahmen nicht "rund" waren, es nicht "rollte", und es wurden diverse Gimmicks hinzugefügt, um vom eigentlich Sound, aber auch von Ecken und Kanten abzulenken.Der Andere orientierte sich am „angesagten Sound“ der Zeit und addierte Effekte, um wenigstens da "up to date" zu sein, wenn die Kompositionen und Texte es schon nicht waren. Heraus kam dabei meistens ein am Thema vorbei produziertes Stück Nichts. In den späten 70ern stellte mir Freund Sam Volkmar eine Band aus den USA vor, die mich absolut begeisterte, mich wirklich umhaute, „Rockin´ Jimmy & the Brothers of the Night“. Gradliniger und ehrlicher Rock. Auf dem Album wirklich nur die Instrumente, die in der Band auch vorzufinden waren, nix gedoppelt. Man konnte also, und diese Annahme ist selbstverständlich hypothetisch, da ich diese großartige Band nie live erleben durfte, davon ausgehen, dass, mochte man die Scheibe, würde man das Konzert lieben.




Leider kommt solch eine Spitzenband nur in den seltensten Fällen nach Europa weil sie hier keinen Hit vorzuweisen hat. Seither habe ich immer wieder etwas in der Art gesucht - ohne großen Erfolg. Jetzt aber, vor wenigen Monaten, fielen mir  "Big House" in die Ohren. Sofort hatte ich die akustische Assoziation zu "Rockin´ Jimmy", aber alles noch ne Nummer geiler. Big House erinnern teilweise an die ersten Tage von "ZZ Top", die ja leider immer moderner werden mussten, und, was meinen persönlichen Geschmack betrifft, sich von ihrem ursprünglichen Still meilenweit entfernten durch das Addieren diverser Effekte. Natürlich kam für die Band damit plötzlich auch der Erfolg in Europa, besser gesagt, weltweit. Das muss wohl sein. Was nicht sein muss ist der Fakt, dass ich mir so´n gehyptes Zeugs ins Regal leg, geschweige denn, reintun muss.

 

"Big House" sind 6 Jungs, die aus dem Rock der härteren Gangart kommen, mit "Travelin´ Kind" aber ein granatenmäßiges Rock n Roll Hörerlebnis der moderaten, nichtsdestotrotz spannenden und groovigen Art auf den Markt brachten. Wie bereits erwähnt, man muss "intime" Studio-Produktionen lieben.
Note: Mehr als empfehlenswert!


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