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Scamp - deftiger Garagenrock von der Küste

Watching the Scamp grow

Bei dem etwas außergewöhnlichen Namen „Scamp“ handelt es sich weder um den Anfang der 80er Jahre von Plymouth entwickelten Pick Up Truck auf PKW-Basis, noch wurde hier das „i“ vergessen, dass man eines (oder auch mehrere) dieser leckeren Meeresfrüchtchen auf den Lamellen schmecken könnte..Wie beschreibt der Bremerhavener Protagonist Thomas diese Senioren-Erzrocker doch so treffend: Im nassen Dreieck zwischen Becks, Jever und Astra formte sich eine Band so herb wie das Land. Das trifft es absolut.

 

Garagenrock meets Cross n´ Roll.

“Scamp”, das sind Paolo Fiorot (Gesang und Gitarre), Sammy Samsula (Schlagzeug und Gesang), Roki Rokitensky (Gitarre) und Casi Niehaus (Bass). Das war aber nicht immer so.

Holger (aka Roki) und Sammy finden sich schon 1981 und beschließen, die Stadt mit einer Rockband zu verunsichern. Damit nicht schon gleich bei Nennung des Namens Angst und Schrecken verbreitet wird, nennen sie sich erst einmal „Wohlsein“, und das ist ihr Begehr.

Die Leute sollen sich bei ihrer Musik wohl fühlen. Vier Jahre später kommt Paolo dazu, und aus dem „Prost“ wird ein „Silent Cry“. Eine Garage ist nicht zu haben, also wird in der ehemaligen Kult-Disco „Tuskulum“ geprobt. Da ihre „stillen Schreie“ von niemandem wirklich registriert werden, soll wieder ein anderer Name das Bekanntwerden richten. Am besten einer, bei dem niemand weiß, was da musikalisch auf ihn zugestampft kommt.

„Scamp“ ist geboren, das Jahr heißt 1990, und niemand in der gesamten Seestadt scampiert so wie die Drei. Es geht zwar nicht in Siebenmeilenstiefeln voran, aber sie tun ´s ja auch in erster Linie wegen des Spaßes an der Sache, und der will in langen Zügen genossen werden. Ihre Miete verdienen sie sich mit harten Jobs. Das macht nach Feierabend wieder Laune auf Stahltrossen Serenaden bis zum Morgengrauen. Was macht es da schon aus, dass sie beim Gig im Bremer „Schlachthof“ ihren Gitarristen Roki vor Aufregung in Bremerhaven vergessen. Durch das Gewicht der Anlage und ihren Schalk im Nacken, fällt es niemandem auf. Zu schnell Gas gegeben. Roki kommt nach und eine weitere Geschichte für das eigene Songalbum ist geschrieben.

Crossover meets Gleisbau

Die Jungs rechnen sich aus, dass ein vierter Mann für jeden einzelnen Mucker weniger Arbeit bedeuten könnte, schließen den Bassisten Carsten Niehaus in ihr Herz, und es funktioniert prima. Mit Sammy an der Schießbude eine unaufhaltsam rollende Lawine. Paolo schreibt Musik und Texte, greift dabei aus dem Vollen, was das Leben hergibt, und alle arrangieren bei den Proben drum herum. Und da die Konzert-Anfragen teilweise schneller kommen als die Tinte aus der Feder läuft, werden auch Titel nachgespielt, um das Programm zu füllen. Durch ihren ureigenen Stil, sich auf der Bühne auszuufern, fällt das den wenigsten Ohren auf. 

Dank fortgeschrittener Technik und der Mitgliedschaft im Rock Cyclus Bremerhaven e. V., bietet sich ihnen nun endlich die Möglichkeit, ihr gesammeltes Material auf einen Silberling zu bannen. Die erste CD „Dirty Man“ (2000) ist gelber Schnee von gestern, sagen die Punk n Roller ohne Bedauern und selbstironisch. Da sind so viele Anekdoten die erzählt,

Geräusche, die zu Musik gemacht werden wollen, und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Ihre Fans danken es ihnen mit "Heyho, let´s go".  

 

Laufpass, Ausgabe IV 2008


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