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Aktuelles

Swampthing

Die aktuelle Dez. 2008 Besetzung

Nein, keine Angst, es handelt sich bei „Swampthing“ nicht um das grüne Monster aus den Sümpfen Louisianas. Das „Ding aus den Swamps“ ist eine lockere, permanent wechselnde Zusammensetzung von Musikern, die von den beiden Ideengebern Ralf Masorat (kurz: Maso) und Alexander Wieczorek, beide alteingesessene Bremerhavener Mucker, ins Leben gerufen wurde. Ein geniales Konzept, das 1998 bei einem gemeinsamen Bier entstand. Bundesweit sagt man wohl „Schnapsidee“ dazu. Den jüngeren Kollegen sei versichert, solch toll Konzeptionen kann man auch ohne Alkohol kreieren, aber Maso und Alex setzten weder Hochprozentiges voraus, noch dass ihr Plan jemals aufgehen würde. „Swampthing“ ist also keine feste Band, sondern fällt eher unter den Begriff „Projekt“.

Dabei wird deutlich, dass Beide sich der Möglichkeit bedienen, mit Freunden zu musizieren, ohne gleich eine feste Bindung als feste Formation mit ihnen einzugehen. Das wiederum verdeutlicht, dass weder das schnöde Mammonium noch der Blick auf große Erfolge im Vordergrund stehen. Spaß zu haben ist wieder „in“. Dieser Spaß bezieht sich auf gemeinsames Musizieren, Freude am Unerwarteten und Lust auf Improvisation, fast instant impro. Und dafür kommt Alex (Bass) auch schon mal von seiner monmentanen Wirkungsstätte in Hagen im Westfälischen wieder in seine Heimatstadt an der Weser.

Seit dem Gründungsjahr stehen nicht nur immer noch aktive Künstler zusammen mit ihnen auf der Bühne, es werden immer wieder versteckte Talente entdeckt oder „alte Hasen“ aus ihrem Bau gelockt, die ihr Können schon lange keiner öffentlichen Veranstaltung mehr zugänglich machten. Im Jahr 2000 wird das „Wunschkonzert“ eingeführt, mit dem Gedanken im Hinterkopf, doch gleich das zu spielen, was das Publikum sich wünscht, wenn man schon unvorbereitet auf die Bretter steigt. Dafür ist keine Musikrichtung, kein Stil, kein Interpret vorgegeben, heißt: Alles von Wigald Boning über die „Flippers“ bis zu „Metallica“ darf gewünscht werden. Na ja, gut, so ganz unvorbereitet geht der Vorhang nicht hoch, wenngleich "Verspieler" auch Punkte bringen; denn irren ist menschlich, macht volksnah, und das Publikum mag diese Nähe. Eine hohe Fluktuationsrate ist bei den meisten Bands ja eher mit dem Manko verbunden, dass sie bei jedem Wechsel ein bisschen ihren Stil ändern. Bei Maso und Alex soll es so sein, ein Stilmittel quasi, und, wie sich jetzt erwiesenermaßen bestätigt hat, auch eine Marktlücke. Bei diesem Programm kann man wohl sagen: Glauben ist nicht sehen, aber sehen ist glauben.

wenn´s sein muss, auch vom Blatt!

Solch einen Bogen spannt keine Band, und dieser Pfeil trifft bis dato immer: Ein paar Wochen vor dem Konzert werden Wunschzettel in der betreffenden Location ausgelegt. Diese können nun ganz in Ruhe, nach und nach, vom späteren Publikum ausgefüllt werden. Spätestens eine Woche vor dem Auftritt werden die Wünsche dann eingesammelt, ausgewertet und ausgewählt. Denn natürlich können nicht alle Wünsche gespielt werden - dafür würde ein einziger Abend bei weitem nicht reichen.

Jedenfalls trifft sich die für diesen einen Abend zusammengestellte „Band“ folgend zu einer, zwei oder drei Proben und spielt die Wünsche dann öffentlich (auch gerne mit Widmung) am Konzertabend. Dabei lehnen sich Maso und Alex garantiert nicht zu weit über irgendwelche Balkonbrüstungen. Sie wissen natürlich, dass, je nach Schwierigkeitsgrad der gewünschten Lieder, mal besser und mal schlechter interpretiert wird. Aber wer will das schon wissen. 

Da bleibt kein Auge trocken

Der Spaß geht für die teilnehmenden Mitglieder für diesen speziellen Abend schon bei den Proben los, bei den Zuhörern (und Zuschauern) spätestens eine Minute nach Anpfiff des beispiellosen Spiels. O-Ton Ralf Masorat: Und ja, das ist alles zugegebener Weise schrecklich unprofessionell und anmaßend - aber zum Glück meist auch erschreckend lustig!


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