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Thanx Givin Daze - keine himmlische Reise

Stimmen aus dem Grab

Wer ihr neues Werk in den Händen hält, die Titel liest, der könnte spontan auf den Gedanken kommen, bei Thanxgivindaze handelt es sich um eine Friedhofskapelle; denn „Engel müssen sterben“ (Angels must die) oder „Stimmen aus dem Grab“ (Voices from the grave) romantisieren nicht gerade eine himmlische Reise. Es geht also ganz sicher nicht um butterweiche „Gehen sie aus vom Stadtpark die Laternen“- Melodie-Bögen. Da knallt beinharter Elektro-Kniegas-Rock aus den Lautsprechern.

Volker Schories (Gitarre, Gesang) und Kai Schäffner (Bass), zwei der Gründungsmitglieder, sehen sich durch ihr Bierglas an, fühlen das Blei in ihren Füßen, haben Led Zeppelin und „Dazed and confused“ und das bevor stehende Erntedankfest im Schädel (welch gewagte Kombination), und bedanken sich mit dem Wortspiel Thanxgivindaze für die Betäubung.

Der Name steht, und Michael Neuber, der dritte Mann im Bunde, findet´s schick. Geschrieben wird das Jahr 1990. Ein Jahr später verstärken Dominik Andreas und Michael „Mad“ Marx die Formation, und dann werden über die Jahre die Mitglieder gewechselt wie die Unterwäsche . Die hohe Fluktuationsrate macht der Band zu schaffen. Zwar versucht man noch mit Norbert Bent einen stimmlich moderneren Shouter zu verpflichten, der wird aber schon ein Jahr später durch den heutigen Morbid Tales Sänger Sven Kehlenbeck ersetzt. Da ist also kaum Zeit, sich an einander zu gewöhnen, und das Quartett löst sich 2004 in Wohlgefallen auf. Natürlich juckt es mächtig in den Fingern, aber etwas Bedenkzeit, es irgendwann mal besser zu machen, tut gut. Zwei Jahre dauert es, bis Schories sich besinnt und die „Toten weckt“ (Wake the dead), mit Michael Marx (Gitarre) und Kai Schäffner einen Neustart wagt. Christian Faße steht den frisch gegründeten Thanxgivindaze nur ein Jahr zur Seite. Für ihn kommt Martin Gimm (Schlagzeug), bekannt dafür, dass er aus allen Rohren feuern kann. Und so leben und spielen sie bis zum heutigen Tag.

Etwas Gutes bringt die neue Konstellation dann doch mit sich. In dieser Zeit wird kreativer gearbeitet denn je, entstehen die meisten Songs, verewigt auf ihrem aktuellen Tonträger „Wake the Dead“, von dem sie sagen, er sei ehrlich, vor allem aber eigen. Niemand hat Bock einem Trend hinterher zu hecheln, kommerziell zu denken. Das grenzt allerdings ein, bringt weniger Auftritte, ist eine harte Straße zu den ersten Fans. Die sind dafür begeistert vom Schaffen ihrer Helden; denn Spaß zu haben ist immer noch in. Und das vermitteln die Vier ohne Ende mit ihrem guten, alten, und kompromisslosen Heavy Metal, wenn sie das Haus rocken. Komponiert wird gemeinsam, die Texte kommen von Schories und Gimm.

Wenn man sich versteht, dann ist auch erheblich mehr Verständnis unterwegs, und das ist deutlich zu hören. Es gibt immer etwas zu verbessern, das wissen selbst die Etablierten nur zu gut, aber irgendwann muss man mit seinem Material auch an die Öffentlichkeit.

Die Scheibe ist bestens für jede Fete geeignet, denkt man dabei nicht gerade an eine Goldene Hochzeit. Gitarrenlastiger Metal, der mit viel Spielfreude rockt und rollt. So klingt es nicht nach einem Widerspruch, eine Compact Disc, die mit viel Lebendigkeit eingespielt wurde, „Wake the dead“ zu nennen. Das ist eher besonders.

Noch etwas Besonderes haben Thanxgivindaze sich zu eigen gemacht. Ihren brandneuen Tonträger, aufgenommen in „Volle´s Attic Studio“, gibt es nicht in jeder Ecke irgendeines Shops zu haben. Dafür muss der echte Fan mit 8.- Euro in der Tasche schon zu ihrem Proberaum anreisen, oder aber von zu Hause per Internet die Webseite www.thanxgivindaze.de  besuchen, um sich da weitere Information zu holen.

Da wird er lesen können, dass die CD Release Party bereits in Planung ist. Möglichkeiten sind also ausreichend da, nur eben nicht für Live Auftritte in der Seestadt.

Kontakt: Volker Schories – 0471/ 8 939 28


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