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Quentin- satte Hörner, fette Grooves

Quentin unlimited

Big Bands (frei übersetzt: große Kapellen) gab es schon in den frühen 30er Jahren mit Fletcher Henderson, später mit Count Basie, die sich vorwiegend dem Swing widmeten. Dann kam die großen Meister des Soul, James Brown, Otis Redding, Wilson Pickett, und wie sie alle hießen mit ihren großen Aufgeboten, und funkten die Säle. In den 80ern waren dann die Zahlen solcher großen Besetzungen aus wirtschaftlichen Gründen rückläufig.

Seit geraumer Zeit aber sind „Big Bands“ wie, beispielsweise, Flying Soul Toasters, Stuhr, (11 Leute), “The Goodfellas“, reguläre 9er Premium-Besetzung mit zwei attraktiven Sängerinnen und echter Hornsection, voller Lebendigkeit und Energie wieder angesagt. Dennoch sind die Gagen für solche Combos in kompletter Besetzung nach wie vor für kleinere Veranstaltungen fast nicht zu finanzieren. Die Bands wissen das. Also haben sie sich die Option, in abgespeckten Besetzungen von 2er bis 10er Besetzung spielen zu können, offen gehalten.

Eine von ihnen kommt ganz aus der Nähe im Landkreis und nennt sich Quentin. Da kommt der Ton noch aus dem Instrument und nicht aus Mikrochips, und die spielen entweder in voller Besetzung oder gar nicht. Würde man den Bandnamen heilig sprechen, indem man das „San“ davor setzt, dann erinnert schon Johnny Cash an diesen legendären Knast in den USA. Chef der Formation, Uwe Tolke, ist allerdings weit davon entfernt, seinen Recken den Heiligenschein zu verpassen. Wenn die groovige Rhythmussektion abgeht, die Hörner zur Jagd auf die Tanzfläche blasen, dann erwartet das Publikum ein donnerndes Wetter vor Jerichos Toren mit packender Bühnenshow. Das ist pure Animation zum Tanzen, und wer das nicht kann, ist ohne Ausnahme gezwungen, sich zu bewegen. Es geht gar nicht anders.

Das Motto dieser acht talentierten und erfahrenen Musiker aus zwei Kontinenten (USA, England, Deutschland), Uwe Tolke (Schlagzeug, Gesang), Stephan Hübler (Bass, Gesang), Gironimo Lauenburger (Piano, Gesang), Marco Priedöhl (Saxophon), Nigel Moore (Trompete), Reinhold Lauenburger (Gitarre, Gesang), Stefan Golinski (Posaune), und dem Frontmann Will K.(Gesang, Percussion), könnte also mit „Move your feet!“ oder „Shake your booty!(schüttle deinen Hintern!)“ nicht treffender sein.

Da kommt R&B und Soulmusik der 60er und 70er Jahre von der Bühne gefegt, die man noch bestens im Ohr hat, wie es sie aber lange nicht mehr in dieser Form live zu hören gab.

Schlagzeuger Tolke zog sich nach der Auflösung der populären Bremerhavener Funk- und Soulkapelle CIA in sein Studio zurück, bevor er sich zu dieser Renaissance entschloss. Er ist zwar zeitlich stark in seine Musikschule in Langen eingebunden, aber wenn es in den Fingern juckt, das Musikerherz ohne Live Band zu schrumpfen beginnt, ist es an der Zeit, sich wieder der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ob nun die Seestadt und ihre Umgebung mit ihren schwindenden Auftrittsmöglichkeiten der richtige Asphalt für diese ambitionierten R&B-Cowboys ist, das bleibt abzuwarten. Aber ihre Debüt-CD geht gut mit der Post ins weite Land, wo die Konkurrenz schon sehnsüchtig wartet, dass man ihr Geschäft belebt. So einfach kann es sein, den unmittelbaren Süden Bremerhavens wieder auf die musikalische Landkarte zu bringen. Die Zeit ist goldrichtig, das Landesinnere mit fetten Grooves von der Küste zu grüßen. Gebt ihnen mal was Gefunktes statt einer maritimen Visitenkarte!

 

 

Kontakt:

Tolke Uwe Musikunterricht

Auf dem Hohm 1                

27607 Langen

 

FN: 04742 25 42 58

mobil:0170-1710193

                                                VÖ im Laufpass Ausgabe Nov 09


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