Home  |  Gästebuch  |  Links  |  Kontakt  |  Impressum  
Aktuelles

Moop - straight shooter aus Beverstedt

Kai Gloyer und Thommy Taube, zwei Jungs aus Beverstedt wie du und ich vor etwa 40 Jahren, hängen gebannt vor dem Bildschirm und lassen sich an einem ihrer Wicküler-Abende völlig entrückt von einem Rockkonzert die Membrane verbiegen. Geballte Ladung Power, die da durch die Speaker donnert, und beide träumen sich einig, das können sie auch wenn sie nur wollen. Thommy greift sich die Gitarre, Kai setzt sich hinter die Schießbude, sie sind nicht nur dabei, sie sind mittendrin, da gibt der Bildschirm seinen Geist auf. Was nun? Aus der Traum? Schon alles vorbei bevor es begonnen hat?

Nein, jetzt geht er erst richtig los, Unterricht nehmen in der Musikschule, Grundkenntnisse erwerben, eine Basis schaffen. Davor, während und danach ergeben sich laufend ausgezeichnete Möglichkeiten zum Austausch mit Gleichgesinnten. Bei einer internen Veranstaltung erleben sie die beeindruckende Solo-Vorstellung des Bassisten Markus Lorenzen, der in ihrem Alter sein könnte, musikalisch aber schon einige Level mehr hinter sich gebracht zu haben scheint. Sie legen ihren Mut zusammen, nehmen ihr wummerndes Herz in beide Hände und fragen ihn, ob er eventuell Lust hätte, der dritte Mann in ihrer zukünftigen Band zu werden. So soll es sein, so kann´s was werden, und sie stellen fest, auch die Chemie stimmt. Wohin soll der Weg gehen? Nun, alles was mit „M“ anfängt, Jazz, Rock, Avantgarde, Funk, Alternativ und Progressiv, eben Musik. Namen sind Schall und Rauch, das wissen sie, aber gut wär´s ja einen zu haben wegen der Ansage des Moderators beim Live Konzert. Die geliebte South Park Serie bietet ihnen Moop an, kurz bis knapp, aber leicht zu merken, und sie schlagen zu. Die Drei sind überzeugt, die Bedeutung des Namens wird letztlich durch die Qualität ihrer Musik zum Begriff werden. Und sie arbeiten hart, das heißt, sie haben mächtig viel Spaß, zweimal in der Woche auf einem alten Fabrikgelände in ihrem Heimatort.

Markus liefert die meisten Grundideen, gemeinsam wird gefeilt und arrangiert. Einen Sänger für ihren eigenwilligen Stil zu finden, erweist sich als nicht ganz einfach. Also ist man erst einmal instrumental unterwegs, das aber gleich so überzeugend, dass ihr Debüt im Vorprogramm von Songwriter Robert Carl Blank in Bostelmanns Saal in Frelsdorf ein toller Erfolg wird. Veranstalter Carsten Bostelmann lässt sie ein zweites Mal vor der renommierten USA Band Gringo Star auf die Bühne, und der hörbare Fortschritt ist bestechend. Das ermutigt sie, am Bandwettbewerb im Lehe Treff teilzunehmen, und siehe da, sie lassen die Konkurrenz hinter sich und räumen ab.

Thommy, Markus und Kai bringen frischen Wind in die Musikszene des nassen Dreiecks zwischen Elbe, Weser und Ems, ihre Auftritte, und der Raum, den sie mit ihrem emotionalen Output schaffen, begeistert, und die teilweise ausschweifenden Spannungsbögen reißen ihr Publikum mit. Obwohl Moop schon jetzt überall auf kleinen Privatveranstaltungen und Straßenfesten nur positive Resonanzen empfangen, möchten sie sich verstärken. Die Suche nach zusätzlichen Musikern, wie einem Saxophonisten oder einem Tastenmann, in erster Linie aber einem Sänger, der etwas mehr als nur „Evrybody, evrybody, evryboy“ zustande bringt, hat begonnen. Die jungfräuliche Erfahrung mit einem Frontmann war nämlich eine herbe Enttäuschung. Von einer Vergangenheit bei den Beverstedtern zu reden wäre übertrieben, auch wenn es sie bereits seit 2006 gibt, aber das Tor zur Zukunft steht für ihren avantgardistischen Rock und Blues weit offen. Wer immer dieses Trio zum Quartett ergänzen wird, er ist bestens aufgehoben in dieser jungen, energisch nach vorn marschierenden Formation, von der man ganz sicher noch hören wird, vorausgesetzt sie schaffen es, kritische Stimmen positiv zu verwerten und zusammen zu bleiben.

 

Kontakt: Markus Lorenzen – 04747/ 423

 


Keine Artikel in dieser Ansicht.

mehr Aktuelles