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Sarah Trumpfheller

Wenn der Volksmund seine Lippen öffnet, redet er manchmal etwas daher, von dem jeder weiß was gemeint ist, auch wenn die Aussage von der tieferen Bedeutung her nur an der Oberfläche kratzt. „Sie hat Musik im Blut“ trifft bei Sarah Trumpfheller aus Bremerhaven jedenfalls mehr zu als auf Graf von Krolocks bleiches Cembalospiel in Polanskis „Tanz der Vampire“. Unsere Sarah kommt aus einer Familie, in der jeder freie Moment zum Anlass genommen wird, beim gemeinsamen Musizieren die Zeit anzuhalten. Im Alter von vier Jahren ist sie zwar noch nicht Herrin über Bongos und Schellenkränze, die sie mit den Geschwistern taktvoll zur klassischen Gitarre der Mutter oder des Großvaters schlägt, aber ihre Stimme ist dafür klar und deutlich, dem Sonnenschein gleich. Sie unterliegt ständig der Versuchung, die Mutter und ihre Präludien, die ja im Grunde Instrumentalwerke sind, stimmlich zu harmonisieren, auch wenn sie dieses Wort noch nicht einmal schreiben kann. Dass Musik mit Geräusch verbunden, ihr ständiges Mitsingen nicht bei allen Hörern gleich gut rüber kommt, stört sie herzlich wenig. Ihr erster komplett gesprochener Satz: „Wenn ich mal groß bin, werde ich Sängerin!“

Ihr Ziel immer vor Augen kommt das Glück in Person einer tollen Musiklehrerin auf der Grundschule ihr entgegen. Sarahs Talent ist der Ohrwurm im Gehörgang der Pädagogin, und das bringt ihr die meisten Hauptrollen bei Aufführungen in der Aula, in denen sie sich sauwohl bewegt. Was für ihre Mitschüler eher wie eine Zwangsauflage kommt, nimmt sie freiwillig und gern auf sich, Blockflöten- und Knopfakkordeon-Unterricht, und natürlich die Chor Arge. Die Eltern sind begeistert vom Talent ihrer Tochter, unterstützen sie mit Tat, aber auch mit dem deutlichen Rat, die Hausaufgaben nicht zu vernachlässigen. Das Eine was man sich gönnen will, das Andere was man sich gönnen muss. <//font>

Mit dreizehn Jahren trifft sie in einem Ferienlager auf andere Musikbegeisterte, allesamt Schüler des Chefs über Elfenbein und Ebenholz, Pianist Guido Solarek, die teilweise schon Banderfahrung aufweisen können. Absehbar, dass es nicht lange dauert, und Sarah wird die Sängerin der damaligen Bands Almanac und Jump. Bandcoaching und Klavierunterricht stehen fortan auf ihrem Wochenplan. Sie beginnt mit Stimme und Mikrofon zu spielen, schafft es, aus traurigen Balladen die Hoffnung auf einen Regenbogen zu zaubern. Mit Riesenschritten geht es voran, frisch, voller Seele und Wärme, und der Einstieg bei der Coverband Gaudi Quattro ist ein verdientes Erfolgserlebnis, das sogar um ein erstes wirkliches Highlight ergänzt wird: Vier Wochen auf dem Clubschiff Aida Aura die Adria rauf und runter. 6 Tage in der Woche Auftritte auf leicht schwankender Bühne, das schult nicht nur die Stimme. Und diese Stimme ist mit einem Mal sehr gefragt. Coverbands im kommerziellen Bereich, experimentelle Jazzformationen wie Red and Funky, mit denen sie den „Keep on Rockin´“ Bandwettbewerb im Lehetreff gewinnt, „Different“, ein Projekt der Bremerhavener Tonspurreihe, und andere Formationen und Institutionen reißen sich um das junge Talent.

Wenn man musikalisch vielseitig unterwegs ist, kristallisiert sich schnell heraus, was einem liegt und dabei auch noch Spaß macht. Erfahrungen mit der Bremer Pop Formation Fun Factory und der Kommentar der Plattenfirma Sony: „Geile Stimme, lahme Nummer!“ sagen ihr deutlich, das ist nicht ihr Ding, in dem sie sich ausufern kann. Ihr Herz hängt an rockigen Gitarrenriffs, melancholischen Gesangslinien, Soul, Rock-Pop, Musical, Klassik und Jazz. Das alles trifft ihren Nerv, hat ihren Stil geprägt. Und sehr schnell findet die Autodidaktin heraus, die halbtags als Erzieherin arbeitet, dass konsequentes Nachsingen von Gesangslinien und Versuche, sich in fremde Gesangstechniken hinein zu fühlen, absolut förderlich und schulend beim Entwickeln eines eigenen Stils sein können. Eigenes zu komponieren, zu texten, da sieht sie ihre Zukunft, das ist der Seelenspiegel eines Musikers. Ihr kleines, aber zweckdienliches Heimstudio, in dem sie an eigenem Material bastelt, und Dire Strats Saitenmann Wolfgang Uhlich, der immer für tolle musikalische Ideen gut ist, helfen ihr intensiv voran zu kommen. Erzieherin, nun auch noch Gesangslehrerin, das lässt sich prima verbinden. An den Wochenenden mit der Gala Band Jet Set, den InTotos oder solistisch unterwegs, Etüden nach Feierabend am Klavier, Musik von morgens bis abends, Vollblutmusikerin Sarah Trumpfheller ist dankbar für dieses Ventil und äußerst glücklich dabei.

 

Kontakt: Sarah Trumpfheller – 04704/666625 – >satru3@aol.com

 


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