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Bad Man Dead - die Antwort auf nichts sagendes Radio-Gedudel

Wer immer in den 50er oder 60er Jahren in einer Band spielte, wurde in den seltensten Fällen gefragt, „was macht ihr für Musik?“. So viele Genres wie heute gab es damals nicht, als das Meiste noch unter dem Begriff Rock n´Roll oder Blues abgehandelt wurde. Heute ist es manchmal besser, man hört sich eine Band vor Ort an, und entscheidet dann selbst, was er da gerade gehört hat. Häufig wissen die Bands selbst gar nicht, wie ihre Musik sich nennt. Es ist aber auch nicht vordergründig oder entscheidend wie das Baby heißt, eher, wie es gewickelt ist.

Für Bad Man Dead (frei übersetzt: Der böse Mann ist tot) ist es zwar kein schwer wiegendes Problem, dass ihre Musik nicht unbedingt klassifizierbar ist, aber sie stellen sich die Frage selbst auch immer wieder. Da werden verschiedenste Einflüsse in einen Kessel getan, im Proberaum aufgekocht, und auf der Bühne kommt dann halt die saftige Prise Adrenalin dazu, die alles noch verschärft. Wie das Gericht am Ende heißt, wer will das schon wissen. Wie es schmeckt, darauf kommt es an, sagen die vier jungen Musiker aus dem Rockcyclus, Kategorien und Schubladen brauchen wir nicht. Das Stichwort lautet: Grenzenlos! Damit sie aber weitläufig nicht mit DSDS oder Hansi Hinterseer in einem Atemzug genannt werden, hat niemand aus der Band etwas dagegen einzuwenden, wenn man sie unter progressivem Punk-Ska-Hardcore, oder was immer, ablegt. 2005 finden sich Jörn (Gitarre), Meyer (eigentlich Marko mit Vornamen) Gesang, Sascha (Gesang, Schlagzeug) und Tole (Bass), reden nicht lange rum, sondern lassen ihre Gedanken und Gefühlen ausufern und setzen sie gleich in Hörbares um. Was immer letztlich dabei herauskommt, es ist eigen. Und dabei wollen sie bleiben, anders geht es gar nicht. Jörn schreibt die meisten Stücke, die er, Dank seines längeren Aufenthaltes in Jamaika, auch gleich mit besserem Englisch betextet. Kritische Worte mit „Angst essen Seele auf“-Mentalität und energiegeladener Rock als Donnerhall.

Das sind Bad Man Dead.

Eine CD ist aus finanziellen Gründen im Moment noch nicht drin. Ein Tonträger wäre aber wichtig, und sie wissen das. Deshalb nutzen sie die Chance in ihrem Rahmen, nehmen ihre Songs auf mit der Ausrüstung, die ihnen zur Verfügung steht. Wie sonst soll ihre Botschaft transportiert, unter die Leute gebracht werden? Bei Live Konzerten, sagen sie, da können wir das Publikum am besten von unserer Qualität überzeugen. Frage: Wie oft und wo spielt ihr, damit euer Name irgendwann mal größer zu lesen ist als auf eurer Webseite? So gut wie selten und meistens nirgendwo, ist die einstimmige Antwort. Bad Man Dead zählen, wie viele andere junge Bands in der Seestadt auch, zu einer Minderheit, denen man so gut wie keine Chance geben kann, sich vor einem größeren Publikum zu präsentieren, weil ein Kulturzentrum fehlt. Große Bühnen sind für Musiker auch nur interessant, wenn Leute davor stehen. Die Rechnung ist also simpel: Um vor etwa 150 Interessierten spielen zu können, müssen sie 3 x in ein und demselben Club auftreten, dessen Kapazität 50 Menschen verkraftet. Welcher Veranstalter aber, der an die Vielfalt seines Programms denken muss, macht das mit? Und dabei wollen Bad Man Dead, ihre Kollegen inklusive, nur eines, Musik machen, Spaß haben und Spaß vermitteln. Dass sie dabei musikalisch und textlich etwas zu sagen haben, das auch rüberbringen möchten, verseht sich von selbst. Und sie wollen ernst genommen, und nicht in den einzigen Topf der Unwissenden geworfen werden, der nur unter „laute Aggressivität“ seinen Deckel findet.

Wenn ein gemeinnütziger Verein wie der Rockcyclus junge Musiker irgendwann nicht mehr erreicht, weil er ihnen so gut wie keine Angebote für Konzerte bieten kann, ist das ein ausgesprochen trauriger Effekt für mehr als 30 Jahre unentwegt harte Bemühungen.

Bad Man Dead, das ist Bremerhavens Antwort auf nichts sagendes „Radiogedudel“, auf den Einfluss der Medien und den von fehlgeleiteten Politikern. Wer also von diesen talentierten Jungs etwas hören möchte, der hat immerhin die Möglichkeit, Dank Internet, es auf ihrer myspace-Seite zu tun.

 

Kontakt: Tole Waibel – 0176/78729766 oder Marko Meyer - 0152/06146939


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