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Rob Hardt - die verführerische Seele

Rob Hardt

Do you like good music, that sweet soul music“, so fragte 1967 Arthur Conley seine Fans, die ihm mit dem Kauf dieser Single den größten Hit seiner Karriere bescherten. Mitte der 60er Jahre machte der Soul weltweit Wellen ohne Ende. Einen , den das nicht im Geringsten interessiert ist Rob Hardt, der zu dem Zeitpunkt noch gar nicht in Planung ist. Als er sich im zarten Alter von acht Jahren gegen die Smokie, Earth, Wind & Fire und Frank Zappa Bombardements seiner vier Geschwister wehren muss, hält er mit Kraftwerk und Neuer Deutscher Welle dagegen. Das ist jetzt über 30 Jahre her. Heute hat Rob Hardt seinen musikalischen Weg gefunden und zählt mit seinem „Sed Soul“-Label zu den erfolgreichen Soul Produzenten der Republik.

Als Teenager sieht und hört er George Duke und Kraftwerk im TV, ist fasziniert, was die so auf den Tasten zaubern. Ein Syntheziser muss her, so steht es auf jedem seiner Wunschzettel an Eins. Seine Eltern schenken ihm ein Glockenspiel, und Rob sucht vergeblich den An- und Ausschalter. Das kann durchaus frustrierend sein, aber ständiges Nörgeln verhilft ihm dann doch immerhin zu einer Heimorgel, ein Geschenk der Mutter. Da sind zumindest schon mal schwarze und weiße Tasten, und die werden sein ständiger Wegbegleiter. Mit dem Konfirmationsgeld in der geschlossenen Faust betritt er das Musikhaus Steiner und gönnt sich den Korg MS 10 Synthesizer. Den Eltern bleibt keine andere Wahl, als ihn nun weiterhin zu unterstützen, sehen sie doch den eisernen Willen ihres Sprosses. Und Robbie komponiert und textet für die Bands, in denen er spielt. Mitte der 90er stellt er fest, dass Bands mit eigenem Material nur schwer unterkommen, weil sie nicht den „Mitsing“-Effekt der Coverbands haben. Immer wieder fordern die Veranstalter eine CD, aber für dieses Genre und eine deutsch-amerikanische Besetzung einen Produzenten zu finden, das ist fast aussichtslos.

Gern gesehener Gast in Fachjurys

Es ist der Moment, da Rob sich entscheidet, die Regler selbst in die Hand zu nehmen. In Hamburger Studios beginnt er als Keyboarder und Arrangeur zu arbeiten. Aus der Notwendigkeit wächst seine große Liebe. Zusammen mit Cousin Axel gründet er das „Sed Soul“-Label (seductive soul/verführerische Seele), spricht über myspace und facebook Künstler an, schickt ihnen auf Wunsch seine Arbeiten, und wird weiter empfohlen. Ein bestens funktionierendes Schneeball-System, vorausgesetzt, man ist gut und hat auch was zu bieten. Was er produziert ist etwas für Erwachsene über 25, und seine Künstler sind zwischen 50 und 70 Jahren, die der Discowahn und seine Schnelllebigkeit damals einfach ausmusterte. Er holt sie aus der Versenkung, Buona Vista Soul Club. Dank der heutigen Technik ist Rob in der Lage, das Meiste in seinen eigenen vier Wänden in Bremerhaven zu produzieren, was seinem Familienleben sehr entgegen kommt. In Hannover sind es seine Freunde Mousse T und Ferry Ultra mit denen er gern kreativ ist, aber häufig geht es eben auch nach New York und London, und so spricht der aufstrebende Produzent von großem Glück, dass er mit leidenschaftlichen Sängern wie Roy Ayers, Kurtis blow, Gwen McCrae, Eugene Wild oder Ann Sexton zusammen arbeiten darf. Und das Konzept ist denkbar einfach. „Wie ein guter Wein mit der Zeit reift“, sagt der Bremerhavener, „ so sind auch diese Sänger heute besser denn je. Das Einzige was sie brauchen sind die richtigen Songs und gute Promotion. Das liefern wir ihnen.“

So hat er sich gerade mit ein paar Top Sängern einen alten Wunsch erfüllt, ein Weihnachtsalbum, soulig und natürlich tanzbar, das am 29.11. 2010 in die Läden kommt. Songs zu schreiben ist immer noch sein Metier, während er wiederum das Texten jetzt seinen englischen oder amerikanischen Kollegen überlässt, die das möglicherweise authentischer hinbekommen. Andererseits juckt es natürlich auch auf der Seele, mal wieder live auf die Bühne steigen zu können. Und es sieht so aus, als wäre das gar nicht mehr so fern. „Cool Million“ ist der Name des Projektes, das er und sein dänischer Freund Frank Ryle geformt haben. US Stars wie Eugene Wilde, Melissa Morgan, Leroy Burgess, Peggi Blu und vielen andere singen ihre Tracks. Da das Ganze aber immer stärker Band-Charakter annahm, geht es im nächsten Jahr mit kompletter Live-Besetzung in England auf Tour. Hey Robbie, wunschlos glücklich? „Ich würde wahnsinnig gern die Musik zu einem Film machen. Ein Thema, das mich schon immer gereizt hat.“

 

Kontakt:

rob.hardt@sedsoul.com

 

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