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Sundown Skifflers-mit Waschbrett und Suppenlöffel

Man nehme ein Waschbrett, eine Mundharmonika oder ein Kazoo (wem das zu teuer ist, der greife sich seinen Kamm und Seidenpapier), ein paar Löffel und einen Stuhl. Kaum vorstellbar, dass man damit eine fröhliche Musik und hervorragende Stimmung erzeugen kann. Aber exakt so war die revolutionäre Musikentwicklung der 50er und 60er Jahre. Die Beatles begannen ebenso wie die Stones, Hollies oder van Morrison mit Skiffle oder Scuffle, der Straßenmusik. Das Außergewöhnliche daran war ganz sicher, dass sich die Distanz zwischen den Musikern und den Zuhörern quasi gänzlich aufhob. Der Boom ließ zwar schon nach wenigen Jahren nach, hatte aber entscheidenden Einfluss auf Rock ´n´ Roll und die Pop Musik.

Die Sundown Skifflers

Thomas Abbe (Schlagzeug) gründet 1991 mit dem ehemaligen Direktor des „Zoo am Meer“, Rüdiger Wandrey, die Oldie Band Sundown in der klassischen Besetzung. Das macht Spaß, finanziert die Zigaretten oder das Bier mit der Freundin, so lange es gut geht. Nebenbei trommelt er als „Springer“ bei einer Hamburger Skiffle Band, leckt Blut, und als er merkt, dass bei Sundown „die Luft raus ist“, greift er sich sein 1972er Waschbrett und orientiert sich neu. Im Herbst 2007 skiffelt sich seine frische Formation durch ihre Premiere im Marschenhaus in Speckenbüttel. Es läuft bestens, und nach einigen Gigs hat sich mit Jürgen Schierwater, Hanne Turowski und Rollo Peters(Gesang), Michael Herfort (Banjo, Mandoline, Gitarre), Martin Seifert (Gesang, Piano, Akk., Mundharm.), Claas Hube (Gesang, Bass) und ihm selbst (Gesang, Waschbrett, Schlagzeug), die aktuelle Besetzung gefunden. Die Sundown Skifflers sind fortan bundesweit im Geschäft. „Bremen swingt 08“, der legendäre Hamburger „Cotton Club“, die Bremer Waldbühne, um nur einige Adressen zu nennen, holen sich die Bremerhavener immer gern wieder zu sich. Leichtes Gepäck ist leicht auf dem Weg. Ein weiterer Grund gern und viel zu reisen, denn der technische Aufwand ist wesentlich geringer als in einer „Electric Band“. Hinzu kommt, dass man jenseits der 50 auch noch glaubwürdig rüber kommt. Was in früheren Jahren nur als Einlage bei Jazzbands wie Ken Colyer oder Lonnie Donegan angeboten wurde, die Sundown Skifflers machen ein abendfüllendes Programm daraus. Und weil sie die einzigen Vertreter dieses volkstümlichen Genres links und rechts der Weser sind, Konkurrenz also nicht zu fürchten haben, füllt das wiederum ihren Termin Kalender um Monate im Voraus.

Ganz nach Bedarf, Abkömmlichkeit und „Wichtigkeit“ des Konzerts und Größe der Bühne, schrumpft oder wächst die Zahl der Musiker. So ist hin und wieder auch ein George Meier von den Hagen Allstars an der Gitarre zu hören. Gespielt wird sowieso was als authentisch in Abbes Archiv aufzutreiben ist, aber es macht eben auch ganz besonderen Spaß, fremdes Material neu zu arrangieren. Eigene Stücke stehen ebenfalls auf dem Spielplan, sei es der „Sundown Skiffler Song“ von Jürgen Schierwater oder die eigenen, plattdeutschen Texte für diverse Originale von Rollo. 2008 wird der Live Erfolg auf CD gebrannt, und seit Juni 2010 stehen auch die Studio Aufnahmen von einem Tonträger für den Player bereit. Erfolg zu haben macht Spaß, Applaus ist das Brot des Künstlers, und die Sundowner können sich satt essen. Viel geprobt werden muss nicht, weil Spaß zu haben auch nicht unbedingt übermäßig nach Übungsstunden schreit, und der steht nun mal ganz vorn bei den sieben Bremerhavenern. Wenn das Repertoire aber doch erweitert werden soll, dann geht das in den Wintermonaten am besten wenn die Termine weniger werden. Da Thomas Abbe schon mit Größen wie den Appeltown Washboard Worms (Appel wird tatsächlich so geschrieben, weil sie aus Appel bei Hamburg kommen), Leinemann oder Joja Wendt beim Skiffle-Festival in der Hamburger Fabrik zusammen spielte, das immer am letzten Sonntag im Januar stattfindet, ist das ein ganz klar gestecktes Ziel. Aber erst einmal geht es auf das traditionelle Bremerhavener Hot Jazz Festival im Columbus Center im November, und ein weiterer Auftritt im TiF steht ebenfalls auf der Liste. Tja, wie man inzwischen weiß, nur die Besten kommen an die ersten Adressen.

Kontakt: Thomas Abbe: 0170-2957257

http://sundown.lima-city.de

 

VÖ im Laufpass IV 2010


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