Home  |  Gästebuch  |  Links  |  Kontakt  |  Impressum  
Aktuelles

L.A. Jam

Sie sind mit Abstand die bekannteste unter den unbekannten Nachwuchsbands an der Weser, die Vier von L.A.Jam. Kennt man die Vornamen der Gründer Lasse und Alex, nimmt ihre Initialen, muss man nur noch wissen was Jam bedeutet, um ihren Namen zu verstehen. Jammen heißt in der Sprache der Musiker: freies, zwangloses Zusammenspiel ohne dafür geübt zu haben. Und exakt so entstand diese junge Formation um Bassmann Oleksiy Zhuravlov, der 2008 den Trommler Lasse Arend kennen lernte, beide sich flugs einen Proberaum im Rockcyclus Haus abgriffen, um unverzüglich zusätzliche Mitstreiter zu akquirieren.

Denn zwei Mann sind zu wenig, um eine Rockband zu gründen, wenn das Melodie-Instrument fehlt. Das wird mit der Gitarre von Lukasz Wischnewsky gefunden. Wo? Natürlich beim Jammen im Irgendwo. Auf diese Weise findet auch Sängerin Jamila Aretumba den Weg in die Band. Sie muss nach ihrem Debüt aus zeitlichen Gründen zwar erst einmal den Jungs wieder den Rücken kehren, überlässt der Freundin Josie Lang ihren Part, um dann kurz vor Weihnachten 2009 wieder einzusteigen. Die Combo ist komplett, es kann losgehen. Aber wohin des Wegs, Quo Vadis? Stil und Geschmack sind unterschiedlichster Natur, aber das, finden sie, sei ihre Stärke. Lukasz schreibt gefühlvolle Balladen und Rocknummern, während Alex (aka Oleksiy, alias Olex) für Funk- Jazz- und Rock n´Roll Rhythmen den Takt angibt. Wer anders könnte die Texte schreiben als Jamila, in englischer, aber auch französischer Sprache, und der Rest lässt sich wiederum davon inspirieren. Dreimal in der Woche wird geprobt, und das ist nicht nur Pflicht, sondern auch sehr viel Spaß. Als Lasse bei einer Probe eine eigene Veranstaltung plant, um den Namen L.A.Jam bekannt zu machen, kommt es zu einem dezenten Mistverständnis. Beim Thema Bandauswahl angekommen, fummelt Alex sich gerade „Come as you are“ auf dem Bass zurecht, Jamila erkennt den Titel und ruft:“Nirvana!“, und Alex erstaunt:“ Das wird nicht gehen. Kurt Cobain lebt ja nicht mehr. Wusstest du das nicht?“ Kurzes Aussortieren des Verständigungsproblems, kein Grund, das Kompositorische zu vernachlässigen. Und immer geht es mit Jammen los, bevor sich ein Titel herauskristallisiert. So kommt eine Nummer zur anderen, und etwa 15 wollen sie ihr eigen nennen, wenn dieser Sommer zum Herbst wird.

Die erklärten Ziele sind eindeutig, Live Auftritte und eine CD. Eine CD mit eigenem Material zu produzieren scheint einfacher, als Konzerte spielen zu dürfen. Die Musikschule Beck holt die viel versprechenden Talente das erste Mal bei einem Event auf die Bühne, und dann ist schon wieder Ruhe in der Bandbox. Der 7. Mai 2010 beim „Keep on rockin´“ im Lehe Treff bietet ihnen erneut die Chance, auf die Bretter zu steigen, die schon vielen Künstlern die große Welt versprachen, die ja nicht in Bremerhaven ihre Grenzen finden müssen. Also wird intensiv in den Weiten des Internets nach Auftrittsmöglichkeiten gesucht, aber tun das nicht alle Anderen auch? Gibt es nicht immer die Antwort „Wegen Überfüllung geschlossen“? Nein, sagen sie, meistens bekommt man gar keine Antwort, weil jede Region erst einmal ihre eigenen Musiker mit Konzerten versorgen möchte. Dabei spielt es keine Rolle wie gut man sein Handwerk versteht, wenn der Name ein „No Name“ ist, der sich noch erspielt werden muss, um Besucher zu ziehen. Ein teuflischer Kreislauf. L.A. Jam würden sich auf großen Bühnen genau so heimisch fühlen wie in kleinen Clubs. Das wissen die Mitglieder aus ihrer Vergangenheit zu berichten. Hauptsache: Spielen! Nein, nicht mit Eimer und Schaufel in der Sandkiste. Lieber mit dem Instrument vor begeisterungsfähigem Publikum.

Und dafür arbeiten sie hart, sind kreativ, um konkurrenzfähig zu werden, es dann zu bleiben.

Wenn Andere sich die Sonne auf den Pelz brennen lassen, hocken sie in ihrem Proberaum und arrangieren ihre Songs, damit aus den gejammten Momenten spannende und hörenswerte Langzeiterlebnisse entstehen, und sie den verdienten Applaus, das Brot des Künstlers, ihrem Konto gutschreiben können.

Auch im LAUFPASS - Ausgabe II 2010-

 

Kontakt: Lasse Arend - 0471/50 11 77


Keine Artikel in dieser Ansicht.

mehr Aktuelles