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Fat Maggot - abgedreht oder nur crazy?

die 4 verbliebenen 3

Musiker sind Exoten, ticken anders als die Anderen. Sie opfern ihre Freizeit der Sucht nach Tönen und Klängen, harmonisch, disharmonisch, Hauptsache eigen, und sie lieben es, sich auf einer Bühne vor ihren Zuhörern zu produzieren. Das ist rund um den Globus so, von daher auch keinen Ton anders als bei Fat Maggot, einer Band aus der Seestadt mit Hochsitz im Rock Cyclus, einst eingereist aus Meppen, dem wunderschönen Emsland. Dort lernen sich Günter Meyer (Schlagzeug) und Hans Töppich (Gitarre) beim Wandern durch verschiedene Formationen kennen. Die Stadt wird ihnen irgendwann zu klein, und so ziehen sie, wenn auch getrennt, gen Norden, um ihr Glück an der Weser zu versuchen. Der Zufall will es, dass sie sich in Bremerhaven wieder über den Weg laufen.

 

Anno 2000 entschließen sich Günter und Hans, die erste gemeinsame Band mit dem Namen ´Die dicken Bekloppten´ zu starten, weil es zu ihrem, vorwiegend aus Frust, angesetzten Kummerspeck, passt. Immer wieder andere Gesichter, ständig neue Mentalitäten und Charaktere, das trägt nicht gerade dazu bei, mit einer Combo große Fortschritte zu machen. Irgendwann stagniert die Kreativität, und das kann sich durchaus überall im Körper niederlassen. Das Offensichtliche muss aber nicht auch noch durch den Namen in der eigenen Sprache unterstrichen werden, also wird aus ihnen Fat Maggot, der amerikanischen Umgangssprache entliehen. Hungerhaken haben da wenig Aussicht auf Erfolg, in ihrer Mitte aufgenommen zu werden.

2006 ist das Ensemble durch Anzeigen und mündliche Propaganda endlich fett genug mit Holger Buck (Gitarre), David Short (Gesang/Gitarre), Michael Franzmann (Bass), und natürlich dem Gründer Meyer. Töppich hatte 2004 wohl schon zu sehr an Gewicht verloren, widmete sich fortan seiner beruflichen Laufbahn, um wieder zulegen zu können. Die Entwicklung des Repertoires erweist sich als spannend, zumal alle Vier verschiedene Stile verfolgen, auch wenn die weitgehendst dem Rock und Blues Bereich entspringen. Es wird experimentiert, gebastelt, gejammt, geflucht, pausiert und neu durchgestartet. Das gemeinsame Dach ist inzwischen fertig. Sollte es zwischenzeitlich einstürzen, könnten sie die Sterne wieder sehen. Ein beruhigender Gedanke, wenngleich niemand glaubt, dass so etwas passieren wird. Es ist robust genug, rau, und sie taufen es „alternativ“. Das Haus kann nun vom Keller bis zum First gerockt werden, ist der Kater vom Richtfest erst einmal verflogen. Jeder darf seine Ideen kundtun, alle schlagen vor, gemeinschaftlich wird abgestimmt und im Kollektiv dann auch dran gearbeitet.

Der Name des Frontmanns David Short klingt englisch, und weil er vorwiegend die Texte beisteuert, liegt die auswärtige Sprache als Grundlage für ihre Songs nahe. „Beer, Drugs n Rock ´n´ Roll“, für Sex bleibt kaum noch Zeit, so sehr sind sie in ihre Leidenschaft vertieft, rechnet man die wöchentlichen Proben und die bundesweiten Gigs hinzu. Ihre „unplugged 2010“-Tour trieb sie immerhin von der Seestadt über Bremen nach Hamburg im Osten und NRW im Westen. Reichen die Eigenkompositionen für ein ganzes Konzert noch nicht aus, wird hin und wieder auch eine Cover Version interpretiert. Klingen tut´s jedenfalls alles und immer nach Fat Maggot.

Zwei eigene CDs haben sie ständig dabei, halten sie nach Konzerten zum freien Verkauf hoch, wobei sie ihre 2010er unplugged Produktion gern als Meisterwerk bezeichnen, nicht nur weil sie den Absatz der restlichen beschleunigen wollen. Für sie ist die Scheibe jedenfalls ein musikalisches Highlight, die harte Arbeit hat sich gelohnt, und es sind nur noch wenige zu haben. Die können gern bei der Band direkt bestellt werden. Alles ist gerade Pfirsich mit Sahne, da nimmt Michael Franzmann seinen Bass und geht. Durch seine Schichtarbeit sieht seine Familie ihn so gut wie gar nicht mehr. So weit darf ein Hobby nicht gehen, bietet er als Entschuldigung an, und drei Maggots verstehen das. Nun ist guter Rat erst einmal wieder teuer. Michael hinterlässt ein Loch in der Basis, das umgehend gestopft werden muss. Ein Nachfolger wird gesucht, und der darf sich gern an die unten genannte Kontakt Adresse wenden. Natürlich ist es in erster Linie auch ein Freund, der da samt Instrument und Verstärker die Tür von außen schließt, aber das Leben geht weiter, und der Kontakt muss deshalb ja nicht abbrechen. Niemand aus dem verbliebenen Rest lässt also deswegen wirklich den Kopf hängen, gibt es da doch noch die fat bassdrum vom Günter, und so passiert auch unten was. Ihre Musik tönt zuversichtlich und positiv, also sind sie selbst es auch. Der Blick geht gen Horizont. Da wartet ihr Material für eine neue CD, die sich schon als Wunsch im Kopf festgesetzt hat. Und so fiebern sie himmlischen Inspirationen und Auftrittsmöglichkeiten entgegen, wo anstelle von Geigen lauter Strom verstärkte Gitarren hängen.


Kontakt:

meyer@ib-lange-meyer.de
GÜNTER MEYER - 0174 – 32 92 470

 


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