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The Iron Fist of Fu

Die eiserne Faust....

Man hat sicher schon davon gehört, dass sich jemand mit einer Luftpumpe auf der Toilette eingeschlossen hat, um Ideen in den Serpentinen seines Hirns zu finden. Andere gehen pfeifend in den Keller, beide Hände in den Hosentaschen, zählen Einmachgläser und kommen dabei auf die losesten Gedanken. Timo, Jan, Michael, und Basti erleben ihren magischen Moment wesentlich unkomplizierter. Auf Timos Geburtstagsfeier zum Ende des Jahres 2008 haben alle wie zufällig ihre Instrumente dabei, und verknoten ihre Inbrunst zu einem Strauß der buntesten Musikstile, und rocken bis der letzte Bierfleck auf dem Teppich verdurstet ist.

Solch eine kreative, wenn auch spontane Zusammenkunft bleibt in den seltensten Fällen ohne Folgen. Nur wenige Glas Gerstenstoff später treffen die Vier sich erneut, schließen sich monatelang in einem Proberaum ein und geben Kniegas. Am Ende der Testfahrt steht für sie fest, sie haben sich den Post Grunge nicht ausgesucht, dieses Genre hat sie gefunden, und zwar von der ersten Sekunde an. Da macht ein Name für das Rock Ensemble erst recht kein Problem. Er soll der beste der Welt werden, und The Iron Fist of Fu ist geboren. Neben langbärtigen Slogans wie „gestern war langweilig, heute gibt es Fu“!, zeigt der Name diverse Bedeutungen auf. Fu ist der Manchu als Bösewicht aus dem Roman von Sax Rohmer, im Film gespielt von Christopher Lee, Fu ist aber auch der Held von früher in den einstigen Lesefibeln der Kids. Für einen Anderen allerdings ein gediegenes Geräusch, das seine Freundin als akustisches Dankschreiben von sich gibt, wenn sie nach erschöpfendem Sex in ihr Kopfkissen sinkt und „fuuuuuuuuuuuuh, war das geil!“ macht.

Die ganze Palette ist also abgedeckt.

Und die Eisenfäuste sind heiß auf Live Konzerte, wollen sich ausufern, am liebsten täglich, würden der Job, Schichtdienst, gefordertes Privatleben und Mangelware „Bühne“ ihren Drang nicht bremsen. Ihre Fans, auch wenn es manchmal nur 20 sind, die allerdings eine Begeisterung von 200 gefühlten rüberbringen, kommen immer auf ihre Kosten, werden königlich bedient; denn TIFoF spielen niemals die Uhr runter. Jan Neumann (Gitarre, Gesang), Michael Ziegahn (Gitarre), Sebastian Bluhm (Bass) und Timo Jahnke (Schlagzeug) arbeiten unermüdlich an ihrem Material, und an der Überlegung, wie ihre Musik auch ohne Performance an die Fans kommen kann. Im Lübecker „Lammert-Sound-Design“ wird eine EP produziert, die Release Party standesgemäß im gepackten Bremerhavener „Muckefuck“ durchgezogen (EP im Musikhaus Steiner zu erwerben).

Inzwischen haben sich ausreichend Songs für ein komplettes Album angesammelt. Michael und Jan liefern die kreativen Impulse, etwas Ganzes wird es durch die volle Besetzung. Fehlt also nur noch das nötige Kleingeld für die neue Produktion. Damit ordentlich was in den Terminkalender kommt, probieren sie sich erfolgreich im unplugged Spielen, und es funktioniert. Die Konzert Agentur „Songs & Whispers“ bucht sie gleich viermal, und der Name wird über die Grenzen der Seestadt hinaus zum plakativen Hingucker. Das bringt wiederum ein Engagement beim Schüttorf Open Air (03.09.2010) und dem „Hapag Shall Burn“-Festival in Cuxhaven (07.09.2010). Wer ihre Musik noch nicht kennt, der geht am Besten einfach mal hin, und er wird feststellen, dass ihr ganz persönlicher Grunge so viele Ohrwürmer beinhaltet, dass es noch Stunden danach in den Muscheln kribbelt. Wer Ausgangsverbot bekam, weil er seinen Teller nicht leer aß, der verbarrikadiert sich mit geschlossenen Kopfhörern in seinem Kämmerlein, streift das TIFoF- Tshirt über und bedient sich auf ihrer myspace-Seite. Diese außergewöhnliche Textilie ist auch als Girlie-Shirt zu haben, und wenn die Band dann auf großer Bühne steht und gnadenlos Dampf ablässt, irgendwo in der Menge solch ein Hemd entdeckt, ist die Freude natürlich besonders groß und das Rockerego steigt dementsprechend exponentiell . Und sie wollen spielen, sind für jedes Angebot dankbar, da sie nie komplett ausgebucht sind. Clubs favorisieren sie, weil da der Kontakt schwitziger, somit direkter und persönlicher ist.


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