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Aktuelles

Waterkant Blues Band

Shanties sünd blots för Touristen! Wi speelt Blues!

Das ist ihr Motto.

Platt, niederdeutsch für „flach“, steht für die Kurzbezeichnung Plattdeutsch (plattdüütsch).

Diverse platte Variationen tummeln sich in der gesamten Republik, sind aber ganz anders und müssen deshalb mit einer geografischen Bezeichnung versehen werden. Beispiele: Sauerländer Platt, Harzer Platt, Freiburger Platt. Der norddeutsche Gitarrist Martin „Wotan“ Wohlers von der Waterkant Blues Band pustet in sein Lagerfeuer zwischen den Dünen, macht den Wächter der Flamme, un seggt: „Dat Levn an de Nordseeküste is hard as Rock 'n' Roll un ock melangklöterich as an 'n Mississippi- mit Modder-Woter un Hein Seemann sein Drang no de Freeheit! Dor kriegst den Blues - dor mokst du nix!“ Aha?

Also noch einmal für die hochdeutsch sprechende Jugend ab 47: „Das Leben an der Küste ist hart wie Rock 'n' Roll, zugleich melancholisch wie am Mississippi - mit trübem Wasser und des Seemanns´ Drang nach Freiheit! So, kommt man auf den Blues.“ Der Dialekt-Rock von der Küste hat Watt. Martin (Gitarre, Gesang), Dodi Nolte (Bass, Bremen), The Steve (muss seinen Nachnamen vielleicht geheim halten, weil er auch bei Fun Factory, Bremen, in die Saiten greift), und Martin Heilmann (Schlagzeug) zelebrieren ihn wie kaum eine andere Formation. Die plattdeutsche Sprache mit ihrem trockenen Humor passt ausgezeichnet zu Blues- und Jazzharmonien, sagen sie, und wir sehen es als unsere Aufgabe, sie vor dem Aussterben zu schützen. Bis auf wenige, äußerst lebendig nachempfundene Coverversionen ihrer Blueshelden, spielen sie eigenes, stilistisch individuelles Material. In den Texten, vorwiegend von Wohlers geschrieben, geht es um Fernweh, Seefahrer Romantik, die Lamente des freien Friesen hinterm Deich und den ungebrochenen Magnetismus der Liebe zur Küste. Sicher haben die Vier den Spruch, „das Leben an der Küste ist hart, dafür aber ungerecht“ nicht erfunden, aber sie verkörpern ihn, und der Blues scheint dafür wie gemacht.

Gemischt mit Jazz-, Rock-, und Funk-Elementen, gnadenlos nach vorn treibenden Rhythmen, manchmal sanft die Nervenbahnen umspielenden Sounds aus Wehmut und Museküssen, darf man bei ihren Auftritten abdriften, wird wieder zurück geholt, wie im steten Wechsel von Ebbe und Flut. Der heute selbständige Kunsthandwerker Wohlers, mit etwas Jazz- und Gitarren-Studium in Oldenburg musikalisch vorbelastet, verdiente sich seinen Lebensunterhalt lange Zeit als Trucker. Er kennt den Wind von vorn, wie er an der Küste weht, also nur zu gut. Diverse Formationen, mit denen er unterwegs war, konnten ihn nie ernähren. Wenn man den Traum, eines Tages von der Mucke leben zu können aufgibt, kümmert man sich wieder mehr um das, was man eigentlich wollte, Musik machen. Singen wollte Martin nie, aber für das neue Album nahm er extra einige Gesangsstunden bei Melanie Neuhöfer (Musikschule Beck); denn wer könnte seine eigenen Worte besser interpretieren als er selbst.

Die drei anderen Kollegen sind ebenfalls keine Newcomer. Man kennt sich aus Jam-Sessions und Projekten, die zum Teil bis in die 70er Jahre zurück zu verfolgen sind. In vielen schweißtreibenden Feierabenden und Nächten der Gemeinsamkeiten entstand das Material zum neuen Album, das derzeit in den Casados-Studios (Bremen) eingespielt wird. Ein vielseitiges, lebendig rockendes Stück uferloser Transport norddeutscher Wesensart.

Aktuell: Das Album ist erschienen (Juni 2011) und bei der Band zu erhalten!

Wo de Nordseewellen trecken an de Strand, un wor de Möwen schrieen gell int Stormgebrus,
dor is ihre Heimat, und von dort aus ziehen sie hoffnungsvoll durchs Land, um ihren Blues an die Binnenländer zu bringen.

Das reimt sich erst bei Hochwasser.


Kontakt: Martin Wohlers, Hymendorferstr. 111

27607 Langen

Tel.: 04704 490 Mobil: 01746496961    E-mail: brandeisen@aol.com</PRE>


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