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Frozen Silk - Heiß gebettet auf gefrorener Seide

The new set up -Frozen Silk

Back again“, dieser alternative Rocker aus dem Debüt Album „Power“ hätte bestens zum Comeback des einst gefeierten Bremerhavener Rock Quartetts Silk99 gepasst, veröffentlicht am 01. Januar 2000. Die „99“ am Endes des Bandnamens drückt die Bedeutung des Sieges aus und die Freude, beim „Live-in-Bremen“ Bandwettbewerb souverän den 1.Platz erkämpft zu haben. Das bringt der Formation aus der Seestadt diverse Einladungen zu interessanten Veranstaltungshäusern im gesamten Bundesgebiet, die Band ist auf dem Vormarsch – da kommt 2006 die Trennung.

Wie es häufig so ist, Sängerin Sharon Wynne, Basser Rolf Lange, Normel Müdeking an der Gitarre und Schlagzeuger David Remai, 1997 noch allesamt in verschiedene Besetzungen involviert, treffen sich immer wieder bei Konzerten. Stets wiederkehrendes Thema, eine Band zu gründen, da sich ihre musikalischen Vorstellungen alle hervorragend im Alternativ Rock unterbringen lassen. Gesagt, geprobt, gespielt, und nur Material aus dem eigenen Bleistift. Sharon und Rolf poesieren auf Englisch über Wochenendfreuden und Montagsleid in ihrem Leben, Normel und Rolf erfinden die musikalischen Gerüste, gemeinsam setzen sie Stein für Stein aufeinander, bis das Haus steht. Drei Jahre braucht es dann bis Debüt-Album „Power“, das von den Kritikern mit Daumen nach oben gelobt wird. Die CD beschert ihnen große Bühnen mit begeistertem Publikum. Traumhafte Voraussetzungen, um fleißig weiter an einer Karriere zu basteln. Weshalb es nun 2006 zur endgültigen Trennung kommt, wer will das heute noch wissen. Jeder erinnert sich aber an die komplexe Kraft ihrer Musik, an die erfolgreichen Konzerte, und dass es immer noch ohne Ende in den Herzen der einzelnen Mitglieder brennt, ist ein nicht zu unterdrückender Faktor. Das reicht, um sich fünf Jahre danach wieder zusammen zu tun.

Aus Silk99 wird Frozen Silk, angelehnt an den Titel „Frozen Smile“ aus ihrem Erstlingswerk, und nur der Drummer ist nun mit Christian Schmutzer ein anderer. Altes, aber immer noch geliebtes Material wird umgeschrieben, neues kommt hinzu, Testgigs werden erfolgreich absolviert. Aus vergangenen Jahren gelernt, geht man jetzt sensibler mit der Entwicklung der Band um. Sich einspielen und aufeinander einstellen ist die Devise. Konzertanfragen werden nur selektiv angenommen, alles zu seiner Zeit, nur nichts Halbes. Eines ist aber auch klar, im Proberaum abzuwarten bis etwas passiert, das geht gar nicht. Zum Gesamtkonzept gehört auch das Planen von Konzerten, die in Eigenregie organisiert werden sollen. Besser ist es, akribisch zu planen, keine Stufen auf der Leiter nach oben auszulassen. Das passiert beim Abstieg von ganz allein. Frontfrau Sharon sagt, von nichts kommt höchstens weniger, und Silk99 war gestern.

Einen Kopf macht sie sich nicht, ihre Kollegen strotzen vor Selbstbewusstsein und sprühendem Enthusiasmus. Normels rotzende Breitwandgitarre, die bei Balladen dezent in harmonischen Seiden-Akkorden spricht, Rolf Langes druckvoll rollender Bass im Uhrwerk des Batteristen Schmutzers, das ist für die Sängerin eine Basis, auf der sie ihre gewaltige Röhre launig ausreizen kann. Die Reunion spricht sich schnell herum, Veranstalter spitzen die Ohren, aber es sind dann die Eisenschneider von Morbid Tales, die blitzschnell zuschlagen und Frozen Silk als Support für ihre CD Release Party am Samstag, 18. Februar, in der Stadthalle Bremerhaven gewinnen können.

Das könnte ganz großes Kino für sie werden, wenn sie es schaffen, die Metalfans für die Zeit ihres Auftritts auf ihre Seite zu ziehen. Setzen sie ihre Erfahrungswerte aus vergangenen Tagen ein und paaren sie mit dem Selbstvertrauen auf ihr Können, zünden ihre Emotionsfackel, dann werden sie genau das schaffen, weshalb man sie geholt hat, nämlich den Teppich für eine gelungene Rockparty zu legen.

Und so wars dann ja auch.


Kontakt: http://www.frozensilk.de

 

  info@frozensilk.de


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