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Nick Brobick - heiß auf die Bühne

Brobick - the man

Man muss mit dem Genre schon ein wenig vertraut sein, sollen einem Namen wie Tupac, Dr. Dre oder Luniz etwas sagen. Erahnen lassen sich Hip Hop, Rap, mindestens aber Soul oder Funk. Und genau darum geht es bei Brobick aus Bremerhaven. Er singt, textet, und Rappen ist seine Leidenschaft. Mal hart, wie das zu ausgiebig gekochte Frühstücksei, mal butterweich, wie an der Mutter Brust, Brobick streut weit, und so nennt er sein neues Album „Zweigleisig“. Alles in besten Händen beim Produzenten Michael P., der ihm die Musiken auf den Bauch schreibt. Wenn dann noch ein Mann wie Rob Hardt Ohren macht, bestehen gute Chancen, auch ganzkörpertechnisch über die Grenzen der eigenen Stadt hinaus Erfolg zu haben.

 

Nick Brobick lässt sich schon mit Funk und Soul berieseln, da ist er noch nicht ganz trocken hinter den Ohren. Die Eltern binden ihn zwar nicht an den Lautsprechern fest, aber viele Möglichkeiten zu entkommen hat er nicht. Will er auch nicht, ihm gefällt diese Musik, er bewegt sich zu ihr und singt ständig gewisse Passagen unisono mit. Als die Hip Hop und RnB Welle die Republik überschwemmt, die Mutter sich der Volksmusik zuwendet, ist ihm klar, was er tun muss. In seinem verschlafenen Ort ist er der einzige Farbige, und seine Vorbilder sind es eben auch. Das bringt Identifikation, verbindet. Er rapt die Texte der Chartbuster so lange nach, bis er sie auswendig kann, und plötzlich wird er zum Helden in seiner Schule, ganz besonders auf einer Klassenfahrt im Bus, wo alles ein bisschen lockerer zugeht. Das Eis ist gebrochen, seine Mitschüler feiern ihn. Er wird eingeladen, bei schulischen Veranstaltungen aufzutreten, und plötzlich ist sein Hobby den Kinderschuhen entwachsen. Musikförderung ist aus finanziellen Gründen nicht machbar, eiserner Wille ist gefragt, und mit ein bisschen Talent funzt es autodidaktisch. Eigene Texte müssen her, und alles, was ihm auf der Seele juckt wird aufgeschrieben, in ein Versmaß gebracht, und erst einmal zu den Vorgaben bereits existierender Musik aus dem Radio oder dem CD Player gerapt.

Brobick, im Stadtteil Lehe aufgewachsen, findet dass die Bezeichnung „Lehebutjer“-Style sehr gut passt. Was er jetzt braucht, ist eine eigene Musik zu seinen Texten. Durch einen Zufall lernt er Moe Mitchell kennen, der gerade mit Kool Savas (Gründer von Optik Records, Hip Hop Independent Label, Berlin, Februar 2009 eingestampft) am Start ist. Nach diversen Freestyle Jams lädt Moe ihn zu einer Aufnahme Session ins „Candy Station“ von Harry Zier und Rob Hardt ein. Brobick spürt, das ist seine Chance groß einzusteigen, und den Beiden gefällt das ,was er da hemmungslos intoniert. Das Potential ist hörbar, und die erste Aufnahme wird eine Cover Version. Von da an geht es mit dem 30jährigen Rapper bergauf. Sind es von 1999 bis 2009 nur Singles und EPs, 2010 wird sein Jahr mit den erfolgreichen Album Auskopplungen „Sei mein Spielzeug“ und „Dank dir, Mama“ bei dem Sed Soul Unterlabel Go Ahead Music von Rob Hardt, das er inzwischen mit Michael P. zusammen in Eigenregie leitet.

Zwangsläufig, und doch ganz natürlich, taucht nach mehr als zehn Jahren zur Stange halten irgendwann der Gedanke auf, professionell durchzustarten. Brobick ist heiß auf die Bühne, es ist so viel cooler vor Leuten zu performen, als im Studio zu arbeiten. Aber dafür muss er weit reisen, denn hier sind die Aussichten so gut wie gleich Null. „Stell dir vor, es ist Hip Hop und niemand will´s wissen“, sagt der Bremerhavener zur Situation in seiner Heimatstadt, „ das war vor zehn Jahren noch ganz anders. Da hab ich selbst noch Veranstaltungen organisiert, die Bude war gepackt voll, geile Stimmung, alles eine Familie. Heute gibt’s nicht mal mehr eine Bude.“ Also wird die Konzentration auf das Studio gelegt, und das brandneue Album „Zweigleisig“. Das Ganze ist auf deutsch, und tanzbare Club Tracks wechseln sich mit sozialkritischen Songs ab. Als Gäste stellt er Moe Mitchell, Phrase, RzumT und Caity Stylez vor. Produzent ist Michael P., und die Veröffentlichung wird voraussichtlich April/Mai 2011 sein. Erhältlich ist „Zweigleisig“ dann online und auf Bestellung. 3-4 Mal in der Woche Studio, Aufnahmen, Proben, an neuem Material arbeiten, das eigene Label voran bringen, aus dem einstigen Hobby ist mehr geworden. Nun fehlt nur noch das richtige Erfolgserlebnis. Vielleicht schaffen es seine zahlreichen Fans, ihn eine Stufe höher auf der Leiter zu liften, indem sie Andere auf seine Support Seiten ziehen.

 

Kontakt:

Brobick.booking@arcor.de


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