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Bernd Rücker - Musiker mit Leib und Seele

The good die young – im Alter von nur 56 Jahren erlag Bernd Rücker am 31. Mai 2002 einem Krebsleiden.
Wer war eigentlich Bernd Rücker? Diese Frage scheint nur berechtigt für Menschen, die nicht aus der Seestadt oder ihrer näheren Umgebung kommen. Bernd Rücker war immer hier und immer da, wenn er gebraucht wurde. Das wissen nicht nur seine engsten Freunde vom „Blancke Trio“, denen er die letzten 15 Jahre seines Lebens widmete.

Bernd ist einer der ersten Rock n Roller, als er mit seiner Band „Guitar Fighters“ Anfang der 60er noch in einer kleinen Wohnung für die ersten öffentlichen Auftritte probt.
Die Musik wird zum Lebensinhalt des Gitarristen und Sängers, zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Im Laufe der Jahre legt Bernd sich eine komplette Beschallungsanlage für Live Auftritte zu weil er sich unabhängig von solchen Firmen machen möchte, die verständlicherweise auch Geld für Auftritte haben wollen, die nur in kleinerem Rahmen stattfinden. Dieses Equipment stellt Bernd aber auch anderen Bands zur Verfügung, hat er sich doch in kürzester Zeit ein hervorragendes Know How zum Bedienen der Technik angeeignet. Er zeichnet sich in seinem gesamten Umfeld durch bedingungslose Hilfsbereitschaft aus. Ständig eine Band mit Musikern zu haben, die „gefüttert“ werden und nicht unbedingt dem Geist eines Bernd Rücker folgen wollen, scheint schwierig. So geht der talentierte Allroundmusiker immer dann seinen Weg mit Gitarre und Rhythmusmaschine im Alleingang, wenn es um Benefiz- oder andere kostenlose Konzerte geht.
Er organisiert Musikveranstaltungen und unterstützt junge Musiker und Bands wo er kann.

Bernd Rücker (ganz rechts) mit dem BLANCKE TRIO

Es geht ihm um´s Musizieren, seinen Lebensunterhalt verdient er mit seinem Beruf als Organisator der Schiffsmüllentsorgung. Und so spielt er jede Steckdose, die sich finden lässt, auf zahlreichen Wochenendengagements, als allein unterhaltender Tanzmusiker, als Aushilfe in anderen Bands, oder als Toningenieur mit eigener Anlage. Seine Bandbreite reicht vom einfachen Schlager über Country und Western Musik bis zum Oldie Rock.
Nach dem Tod von Uwe Blancke tritt Bernd 1988 dem „Blancke Trio“ bei, bereichert es ungemein durch seine Freundschaft, sein Talent, mit der plattdeutschen Sprache umzugehen, und durch seine Art, unauffällig und dezent mit seinem Instrument Lieder zu begleiten.
Kurz zuvor hängt er seine Fahrenszeit als Schiffsingenieur an den Nagel, um sesshaft zu werden. Noch 10 Tage vor seinem Tod steht er mit Gerd Blancke, Helmut Gawron und Anke Behrens gemeinsam mit dem Titel „Wiet, wiet weg von mir“ (Cover Version eines v. Goisern Titels) vor der Fernsehkamera, um für N3 in einer Dokumentation über deutsche Volksmusik mitzuwirken.
Zu seinen Lieblingen zählen zweifellos sein Bandprojekt „Bismarck Heringe“, in denen nur behinderte Menschen musizieren, und der Kinderchor der Grundschule Spaden.
Bernd Rücker ist nach Uwe Blancke und Karl Leifermann bereits das dritte Mitglied des Blancke -Trios, das durch einen frühzeitigen Tod aus der Gruppe gerissen wurde.  
„Eigentlich“, so vertraute er einem Freund im Krankenhaus noch an, „ hab ich gar keine Lust, das Trio da oben schon voll zu machen.“


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