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Acoubastics - Rock meets Violin

Der Himmel bei dem Bremerhavener Pop Sextett hängt voller Geigen, könnte man meinen. Es ist allerdings „nur“ eine. Die prägt dafür u.a. den eigenwilligen Sound dieser Formation. Sucht man nach einer Schublade, dann wäre die wohl unter einem Crossover aus Rock, Pop, Funk und Folk zu öffnen. Handgemachte Mucke, die dem Zuhörer Schuhe und Ohren öffnen, ein positives Gefühl für den Heimweg nach einem Konzert bescheren soll. Veranstalter und Publikum sind sich bis dato jedenfalls einig: Diese Band macht richtig Spaß und darf gern wiederkommen.

Dabei steht bei den sechs Musikern vor dem Spaß die Ernsthaftigkeit an ihrer Arbeit. Acoubastics hat allerdings einen genialen Weg gefunden beides so zu verbinden, dass am Ende des Tages die Freude am gemeinsamen Musizieren ungleichmäßig größer ist und von Kräfte raubender Anstrengung keine Rede mehr sein kann. Natürlich verläuft nicht jede Probe im „Friede, Freude, Eierkuchen“-Modus, aber das wäre ja auch langweilig. Reibung erzeugt Wärme, Elektrizität, und so entstehen bei  ihnen neue Songs, die das ursprüngliche und grundlegende Repertoire von Cover Songs ständig um eigenes Material erweitern. Diese Momente sind nicht zu planen, aber wenn sie passieren, dann entsteht ein bunt sprühender Feuerregen voller Ideen, die sie gar nicht alle verwerten können. Julia Zettler (Gesang), Dirk Heinrich (Rhythmus Gitarre, Gesang), Klaus Kerrutt (Solo Gitarre, Didgeridoo), Jens Ahrens-Stegemann (Bass), Bastian Bräuer am Schlagzeug und Lüder Hoppe an der Geige (+Gesang), so die aktuelle Besetzung.  Geredet wird, wenn die Instrumente schweigen. Während einer Probe kommt das höchst selten vor; denn die Muse ist ihr bevorzugtes Kommunikationsmedium. Lief ihnen vor den ersten Konzerten noch der Angstschweiß in kleinen Rinnsalen über die Stirn, brannte Fragen in vernebelte Blicke, ob ihre eigenen Lieder vom Publikum vielleicht belächelt, abgelehnt oder völlig ignoriert würden, so wissen sie es jetzt nach etwas mehr als einem Jahr kollektiven Wirkens besser.

Aufrichtig verspielt, Fehler sind da um gemacht zu werden, leicht verstimmte Gitarren mit schrägen Geigentönen gemischt, wo bekommt man so etwas heute noch zu hören? Das sind liebenswerte Ecken und Kanten, und trotzdem läuft´s rund bei der jungen Combo, rockt und rollt. Vielleicht gerade weil es kein aalglatter Mainstream ist. Den Menschen vor der Bühne scheint das richtig gut zu gefallen; denn wie sonst ist es zu erklären, dass sie bisher stets ein spontanes Re-Engagement mit nach Hause nehmen durften. Die Sechs genießen die Freiheit Songs zu spielen, die erst einmal ihnen selbst gefallen. Musik ist ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens, eine Familie damit ernähren muss niemand. Acoubastics lieben kleine, überschaubare Bühnen, auch wenn Frontmann Dirk ständig mit der Gefahr lebt, Lüders Geigenbogenspitze ins Auge zu bekommen.

Ein Stadt- oder Straßenfest, ein größeres Publikum, davon träumen sie noch. Diesen Traum wollen sie sich kontinuierlich erarbeiten und dann fit sein, wenn es soweit ist. Mund zu Mund Reklame soll bis dahin ihre Reichweite maximieren, neue Zuhörer bringen, und eine CD (EP) mit eigenen Titeln das Ganze optimieren. Das Studio vom Rock Cyclus ist bereits für April gebucht. Da fühlen die fünf Jungs und das Mädel sich bestens aufgehoben. Sie wissen ganz genau, wo es noch hakt. Eine Band ist schließlich mehr als nur eine Handvoll Leute, die gleichzeitig ein Instrument bedienen. Am Konzept muss noch gefeilt werden, am mehrstimmigen Gesang ebenfalls, und das Zusammenspiel zwischen Gitarre und Geige hat auch noch Luft, sagen sie. Dabei denkt niemand an Perfektionismus. Sechs Gleichgesinnte mit verschiedenen musikalischen Stilen aus ihrer Vergangenheit zu einer einzigen, aber starken Einheit für die Zukunft zu verschweißen, schon.

 

Kontakt: Lüder Hoppe – 0170 96 76 229


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