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TGTBF - das Versprechen

Was ist denn nun eigentlich aus dem „Versprechen“ geworden, das Silke Jacobs, Jochen Laschinsky, Jens Jacobs, Julian Laschinsky, Delf Jacobs und George B. sich damals im April 2000Delf auf Ibiza nach einer spritzigen Vollkorn Session gaben? Diese fünf Gratulanten und das Geburtstagskind Delf hatten sich ja beim Frühstück danach entschlossen, solch eine spontan zusammengewürfelte Lustcombo nach der Rückkehr in die Heimat aufrecht zu erhalten. Genau so und nicht anders sollte es auch kommen.

Man sagt, wer will, der findet Wege, wer nicht, der findet Gründe. Die Wege zu einem Standort für gemeinschaftliche Proben, egal, wo der liegen würde, wären immerhin außergewöhnlich weit. Jens müsste aus Hamburg anreisen, oder die anderen Freunde aus Bremen, Bremerhaven, Oldenburg, und Delf sogar aus Sabadell (Spanien), sollte in der Stadt an der Elbe ein Proberaum zu haben sein. Die Besetzung: Silke (Gesang), Jens (Tasten), Delf (Akust. Gitarre, Mandoline, Gesang), Jochen (E-Rhythmusgitarre, Gesang), Julian (Bass) und GB am Schlagzeug. Tja, ein Solo Gitarrist musste her. Burghardt Bürgerhoff (früher Amptown Teilhaber) aus Hamburg wurde gefragt, sagte zu. Ein ruhiger, eher introvertierter Weggefährte, talentiert, mit wundervoll leisen Tönen auf seiner Sechssaitigen. Jens holte die Erlaubnis bei seiner Zweitband ein, dass deren Übungskeller genutzt werden durfte. Die ersten Zusammenkünfte machten Mut, trotz abzufahrender Kilometer große Lust auf mehr. Silke und Jens haben eine Zweitband mit einem Übungsraum in der Nähe von Oldenburg. Eine weitere Räumlichkeit für Fortsetzungen wurde das Studio im Domizil vom Jochen in Lillyvalley.

Gestern und Heute

Alles passt. Das Repertoire ergibt sich aus den Lieblingstiteln der einzelnen Mitglieder, nachdem das erste gesetzte Ziel feststeht: Öffentliche Auftritte nur auf geschlossenen Veranstaltungen, Geburtstagen oder Jubiläen im engsten Freundeskreis. An Konzerte vor fremdem Publikum denkt in diesem Moment noch niemand. Schließlich ergibt sich die Möglichkeit für gemeinsame Proben aus zeitlichen Gründen maximal einmal im Monat, eher vierteljährlich. Der Tenor lag und liegt auch heute noch, fünf Jahre danach, auf „Spaß an der Sache“. Allerdings hat sich zwischenzeitlich die Besetzung wegen privater und beruflicher Hintergründe ein paarmal geändert: Für Julian, der zum ersten Mal Vater wird und die Firma übernehmen soll, kommt Uwe Hemken (ehem. Happy Times, Blax) am Bass und am Mikrofon. Wieder wird in wunderschöne Erinnerungen an gemeinsamen Zeiten eingetaucht, gab es doch schon inmitten der 60er die Verbindung Delf und George B. bei Just Us (wo auch Jochen als Bassist kurzzeitig die Bühnenbretter beglückte), Jens und George B. bei Autumn Vintage, Silke, damals Jüngste der Jacobs Familie, sowieso immer irgendwie mittendrin. Diverse Querverbindungen also, die ständig für reichlich unterhaltsamen Gesprächsstoff sorgen. Für Burghardt kommt der Bremer Peter Baumgarten (The Rascals Rock n Roll Show), bereichert die Band durch sein virtuoses Spiel und seine zusätzliche Stimme.

Uwe Hemken, der ursprünglich „nur aushelfen“, der Live Mucke adele sagen wollte, weil seine Familie endlich mehr von ihm haben soll, macht den Platz frei für „Altmeister“ Lutz Kluge am Viersaitigen. In dieser aktuellen Formation ist ein Satz verpönt: „Ich kann nicht singen!“ Jeder bekommt mindestens ein Lied, das er sich aussucht und vorschlägt, oder wenigstens eine Stimme zugeteilt, die den Dreisatz Gesang zum vierstimmigen komplettiert. Auch sonst gibt es viel zu lachen. Die Freundschaft kommt zuerst, und keine Annehmlichkeit wird ausgelassen. Das erleichtert den ersten Auftritt in Hamburg vor Familienmitgliedern ungemein, den zweiten im „Zwick“ zu Jens Geburtstag und den dritten in der Bremer „Waldbühne“ vor 100 geladenen Gästen zu Jochens ebenfalls.

Mögen noch viele folgen, Geburtstage meine ich; denn die Davors und Danachs bei jeder Probe sind Dank der liebevollen Gastfreundschaft und Herzlichkeit der jeweiligen Gastgeber sowieso schon unschlagbar, jedes Konzert mangels Häufigkeit erfrischend jungfräulich. Da wird der Satz „mach doch Musik bis du am Krückstock gehst“ neu definiert; denn es geht immer weiter. Hin bis zum Walhalla aller großen Rock n Roller, die sich dort in bester Gesellschaft von den Musen mit himmlischem Met bedienen lassen (sagt Jockel! Ich glaubte bis dato ja noch, dass es aus den Fußnägeln engelgleicher Grundschullehrerinnen gebraut wird).

 

 

Ich gestehe aber auch, dass es mir ziemlich wahrscheinlich wie unzähligen Hobbymusikern oder Freizeitschriftstellern geht, die sich einer Beurteilung gern entziehen, weil sonst möglicherweise das mühsam errichtete Kartenhaus des eingebildeten Talents hemmungslos in sich zusammenkracht. Oft genug hatte ich das Gefühl, von meiner geliebten Traumwelt einfach so ausgespuckt zu werden. Manchmal hart, aber konzeptlos rudernd auf der Galeere der ewigen Friemler, dann versunken im tiefsten Meer des lockeren Frohsinns. Einsam steht das kleine Groupie mit dem vollen Kussmund immer noch klatschend am Bühnenrand.

 

 


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