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Dire Strats - Brothers in Fishtown

dIRE sTRATS in Ahlen

Stratocaster heißen die Gitarren (Abkürzung: „Strats“), Dire Straits, geflügeltes Wort aus dem Land des shillingdurchwachsenen Pfundbeats, heißt so viel wie pleite, abgebrannt. Aber genau das sind „Dire Strats“ aus Bremerhaven nun nicht. Seit 2004 gibt es sie erst, und ihre Gigliste liest sich wie eine endlose Geschichte.

Tributes, Hommagen an große Namen, und das Covern von legendären Bands erfreut sich seit Jahren nicht nur einer ständig wachsenden Beliebtheit, sondern auch das Publikum. Das denkt sich auch Wolfgang Uhlich, facettenreicher Gitarrist und Benjamin bei der Bremerhavener Oldie-Band „Splish Splash“. Als er gebeten wird, bei einem Konzert der „Hitparade.de“ für Maic Burghardt (Led Zep) einzuspringen, erzählt er seinen One Night Stand Kollegen von seinem Traum, den er ursprünglich mit Hamburger Musikern träumen will. Aber wie es eben so ist, Hamburg liegt an der Elbe, die Seestadt an der Weser, und dazwischen dümpeln zwei Stunden Autobahn im Niemandsland, zuviel um „nur“ einer Idee große Euphorie entgegen zu bringen.

SPLISH SPLASH

Um einen Mark Knopfler stilgerecht rüberzubringen muss man sich auf einer Sechssaitigen schon ausgesprochen herzlich auskennen. Und genau da zeigt der schüchterne Filigran-Techniker Uhlich sein begnadetes Talent. Einen fähigen und zuverlässigen Rhythmus Gitarristen findet er in Peter Spencer („Atlantics“), den er sich im weltweiten Netz sucht. Den erdigen Bass übernimmt Thomas Fiebig, erfahrener Kollege bei „Splish Splash“, den er mit Worten gar nicht mehr überzeugen muss, ebenso wenig wie Schlagzeuger Jens Gernhoff, auch Mitstreiter bei der Band, die seit sechs Jahren den jährlichen „Seebeck am Markt“ Sängerwettstreit im Columbusbahnhof bespielt.
Nach 5-6 Treffen im eigenen Probekeller einigt man sich darauf, dass ein Tastenmann das Klangbild positiv erweitern könnte. Lars Leminski (Ex-Soldier´s Return) fackelt nicht lang mit einer Antwort und steigt als fünfter Mann in die Combo.
Das Testkonzert in der „Takelage“ (Schaufenster Fischereihafen) wird ein überwältigendes Erlebnis vor ausverkauftem Haus. Das macht ausreichend Mut, den Wirkungskreis weit über die Grenzen der Heimatstadt zu erweitern. Inzwischen verdeutlichen 50-60 bundesweite Konzerte im Jahr einen absolut realistischen Wegweiser – es geht gnadenlos nach vorn.
Dass die Band auch versteht, Spaß zu haben, beweist eine Anekdote aus Dessau, als man nach einem Open Air in der Hotelbar des „Steigenberger“ einen abflauenden Ärztekongress in Wallung bringt. Lars hockert sich an das örtliche Piano und vermittelt den Göttern in weiß, dass ein Frank Sinatra an ihm auch seine Freude gehabt hätte. Die Hotelbar jedenfalls ist leergefegt. Dafür stehen alle im Klavierspiel des Bremerhaveners und lassen die Nacht mit sich selbst reden.
Bremerhavener freut euch, ein Konzert pro Jahr ist wohl mindestens immer drin. Geht da hin, wenn ihr nicht in die Weiten der Republik nachreisen möchtet!


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