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Roman Werner (Die Leidenschaft des jungen W.)

Unsere Stadt hat diverse Musiker, die mit ihren künstlerischen Fähigkeiten inzwischen ihren Weg gefunden haben, ganz oben auf der GEMA-Verteilerliste mitmischen oder vor heimischem Publikum glänzen. Einer von ihnen ist Roman Werner, 18 Jahre jung und bereits Ausnahmekünstler an der Gitarre.

Mit acht Jahren kommt er schon nicht an der Hi Fi Anlage seines Vaters vorbei, und so in den Genuss der Stahltrossen-Klänge von Jimi Hendrix. Tief beeindruckt bedrängt er den Vater: Dieses Instrument, auf dem man so zaubern kann, möchte er erlernen.
Alles beginnt ganz normal mit privatem Gitarrenunterricht auf der akustischen Sechssaitigen, sponsored by Daddy. Roman stellt nach kurzer Zeit fest: das ist nicht das, was ihn im Herzen bewegt. Was, weiß er nicht. Vielleicht die wilde Freiheit, wo zwar seine Fingerfertigkeit und sein Know How noch lange nicht sind, seine Sehnsucht aber längst einen Ankerplatz gefunden hat.
Aber er hat begriffen, dass solch ein Instrument nicht von allein das ausdrückt, was man fühlt.
Talent, Fleiß, Geduld, und der unbändige Willen voranzukommen, das sind die Tugenden, die man braucht, um irgendwann seinen Namen in fett auf einem Plakat zu lesen. All das vereinbart der junge Werner in sich, und so kommt das große Glück fast wie von allein, dass Sandro Giempetro, vom Hard Rock Magazin „Hammer“ zum besten deutschen Gitarristen dieses Genres gekürt, sich seiner annimmt und ihn in die Welt seines Vorbildes einführt.
Gierig nimmt er alles in sich auf, was der erfahrene Saiten-Virtuose ihm anbietet.

Roman besucht Konzerte, lernt den Bremer Studioeigner Volker Siedenburg kennen, weckt dessen Neugier. Siedenburg lässt ihn auf der Fender Stratocaster des „Rustler“-Gitarristen nach dessen Auftritt spielen und ist sofort begeistert von dem Bremerhavener. Er lädt ihn ein, als Gastmusiker bei den „Rustlers“ im Vegesacker Fährhaus ersten Schritt auf eine Bühne zu wagen.
Ein überwältigender Erfolg, und der Traum von der eigenen Strat lässt den angehenden Anlagenmechaniker nicht mehr los.
Er ist erst 13 Jahre, als er sich mit seiner ersten Band „The Hendrix“ einem Publikum stellt.
Die Titel seines Heros werden erst einmal nachgespielt, so gut seine Kollegen mitziehen können.
Das währt aber nur für den Moment eines neu erlernten Akkords. Das Projekt löst sich im „Purple Haze“ auf, und Roman steigt bei der lokalen Formation „Unexpected“ ein.

In einer Band Erfahrungen zu sammeln, hilft ihm zwar weiter, aber nur bis er an die Grenzen des gemeinsamen Weges kommt. Roman will mehr, möchte unbedingt selbst schreiben und gründet im März 2007 „Azure Blue“ mit seinem „alten“ Freund, dem Bassisten Micha Knuth, den er schon von diversen Jam Sessions kennt.
Die charismatische Stimme am Mikrofon kommt von Manuela Schwager, die er noch von „Second Hand“ aus der Musikschule Ingo Beck sehr gut in Erinnerung hat. Den Zuschlag als „First Chair Percussionist“ erhält Schlagzeuger Ole Langlo. Eins ist von vorne herein klar, es muss eigenes Material werden, covern kommt nicht in Frage. Die Aufgaben werden verteilt, Micha steuert den Namen bei und teilt sich die kompositorische Arbeit mit Roman, Sängerin Manuela schreibt die Texte, und der Rest trommelt und hilft bei den Arrangements der eigenen „Werke“. Am Ende des Tages ordnet man das gemeinsam erarbeitete Repertoire dem Funk, Rock und Blues zu.
Die erste Teilnahme an einem Bandwettbewerb, dem Nordenhamer „Youth for Rock“, wird für „Azure Blue“ gleich zum Treffer. Sie heimsen den ersten Platz ein, und das mit ihren, ein stückweit old fashioned klingenden, jedoch durchaus originellen eigenen Songs.
Reicht das aber alles schon, um den beinharten und steinigen Weg des Profis zu gehen?

Roman begreift recht schnell, dass sein ungezügelter Drang nach voran zu kommen, wohl nur mit Musikern möglich ist, zu denen er aufblicken, von denen er lernen kann.
„Azure Blue“ gehört nun schon wieder zum Gestern, und seine neue Mannschaft sind die erfahrenen Bremerhavener Blueser um die stimmgewaltige Frontfrau Sandra Lansdell von „Sammy's Blues Jam“. Um seinem Talent die nötigen Grundkenntnisse beizufügen, geht Roman Werner im Oktober diesen Jahres an die „School of Music“ in Hamburg, um sich Rock, Pop und Jazz näher bringen zu lassen. „Sollte ich da nicht bestehen,“ sagt er, „ dann hole ich mein Abitur nach und leite irgendwann das Schulorchester“.


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