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The Moonshiners - die sanften Exoten

A moonshiny garden in the year 2000

Irland ist nicht nur grün, Irish Stew, St. Patrick´s Day oder der „Osteraufstand“ von 1916. Die westliche, kleinere der beiden nordwesteuropäischen Inseln ist auch weltweit für ihre stimmungsvolle Musik bekannt.
Das fast schwarze Bier (wir machen hier keine Reklame) und der Whiskey gehören dazu, so, wie sich letzterer mit einem „e“ nach dem „k“ schreibt.
Dass er dreifach gebrannt wird, war bestimmt für Rolf Krüger nicht maßgebend, dass er im Frühjahr 1995 die „Moonshiners“ als Trio gründet.

1990 hält er das erste Mal eine Gitarre in der Hand, und nutzt seine Freizeit zum Saitenspiel. Schon als Kind faszinieren ihn irische Lieder. Nichts liegt also näher, als sich diesem Stil intensiver zu widmen.
Jigs, Reels, Slides oder Hornpipes gehören plötzlich zu seinem Wortschatz, mit denen in seinem Freundeskreis niemand etwas anzufangen weiß, als er sich nach Mitspielern für diese,  eher selten nachgespielte Musikrichtung umhört. Erst unter den Kollegen kann er Thomas Bühler, ebenfalls Gitarrist, für seine Liebhaberei gewinnen, der aber bis dato nichts mit diesem Stil zu tun hat.
So zupfen sie erstmal im eigenen Keller, sammelt erste Erfahrungen in der Öffentlichkeit unentgeltlich auf Nachbarschaftstreffen, bis zufällig Rebecca Woodgate, Doktorin am AWI, eine Engländerin mit irischer Mutter, an einem Abend zu Gast ist, spontan einsteigt, und man bis in die späte Nacht zusammen musiziert und unbändigen Spaß daran hat. Rebecca spielt Geige, Flöte, Tin Whistle und singt auch noch.
Der Beschluss, zusammen zu bleiben, ist schnell gefasst.

Eine kleine "house"musik

Der Name „Moonshiners“ soll aber nicht nur bei den Nachbarn im Munde bleiben, und so geht es an´s Klinkenputzen. Allerdings wird von vorneherein gleich festgelegt, dass nur „vernünftige“ Auftrittsmöglichkeiten in Frage kommen.
Kleinere, maximal bis zu 200 Menschen fassende Räumlichkeiten wie das Marschenhaus oder Thiele´s Garten bieten das geeignete Ambiente. Man möchte vorwiegend akustisch, oder, wie sagt man so schön, unplugged bleiben.
Irgendwann kommt der Gedanke auf, das Klangbild zu ändern, und per Zeitungsannonce meldet sich Heinz Kromminga, der das Akkordeon, die Mandoline und das Mandocello spielt.
Der Gesang wird durch ihn ebenfalls verstärkt.
Aber kaum haben die Vier sich an das neue Klangerlebnis gewöhnt, da bekommt Rebecca Woodgate einen Lehrauftrag in Seattle, muss das Quartett verlassen.
Eine Geige ist aber für die verbleibenden Freunde ein Muss, doch woher nehmen?

Durch den Sohn von Thomas Bühler kommen sie auf dessen Geige spielenden Lateinlehrer, der an der Musik orientierten Humboldtschule unterrichtet, Thomas Tjarks.
Alles wird gut. Und an zahlreichen heimeligen Abenden schwärmen sie vom Herkunftsland ihrer Interpretationen, finden heraus, dass Whiskey sich eigentlich Uisce Bheatha (Wasser des Lebens) schreibt, stimmen dem bei jedem Glas zu, und beschließen letztlich, die Insel und ihre Menschen zu besuchen, kennen zu lernen, Geschichten mitzubringen, um noch authentischer zu sein. Natürlich werden in einschlägigen Pubs auch Einlagen bei den dortigen Bands gegeben, Freundschaften geschlossen, und nicht nur die Bremerhavener stellen fest, dass sie sich im Laufe ihres Zusammenwirkens einen eigenen Sound erspielt haben.

three killer smiles

Sieben fette Jahre der Freundschaft hält diese Verbindung, da wirft Thomas Bühler aus privaten Gründen das Handtuch. Sicher ein Verlust, aber kein Grund, nicht als Trio weiter zu machen. Inzwischen wurde das Repertoire von traditionell orientierter, irischer Folkmusic, auf Lieder aus dem gesamten angelsächsischen Raum erweitert.
Ein Abend mit den „Moonshiners“ ist also nach wie vor ein Erlebnis der besonderen Art. Unterhaltend, spannend, witzig, und last not least, eine weit gefächerte und stimmige, musikalische Reise durch Angelsachsen mit Saufliedern, Balladen und Rebel Songs, die von tränenreich bis zornig den irischen Freiheitskampf zum Thema haben.


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