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Sandro - The First Element

Sandro - die Band - "alte" Besetzung mit Uli Wortmann (links)

„Ist man eigentlich authentisch, nur weil man seinen Stil verfolgt“ , und, „du musst dir immer wieder alles bewusst machen, dich immer wieder hinterfragen.“

Zwei Sätze aus dem Munde des Musikers, der Ende der 90er vom „Metal Hammer“ zu einem der besten Gitarristen der Republik gekürt wird. Andere Fachzeitschriften sparen ebenfalls nicht mit Komplimenten, geht es um den Ausnahmesaitisten, Sänger und Komponisten Sandro Giampietro, der von sich sagt, dass Angewohnheiten, Dinge, die man schon ewig macht, nicht immer richtig sein müssen.

Im Alter von fünf Jahren beginnt er seine musikalische Ausbildung an der Gitarre und Stimme.

Der Sohn eines italienischen Schlagzeugers und einer Jazzsängerin ist zwar in Deutschland geboren, aber das bewegte Musikerleben seiner Eltern lässt ihn schon zu Schultagen den Hauch der großen Welt einatmen. Italien, USA, die Niederlande und wieder zurück in die Heimat.

Sein großer Held ist in jungen Jahren noch Jimi Hendrix, dem er nacheifern möchte.

Durch die Liebe zum Experimentieren und das tägliche Arbeiten am Instrument, kristallisiert sich aber schon bald ein völlig eigener, dem harten USA-Trend naher, Stil heraus, der mit einer Band an die Öffentlichkeit muss.

In Schlagzeuger Uli Wortmann findet er den Mann, der seine Riffs genial umspielt, sich seiner Virtuosität glänzend anpasst. Freundin Michaela Steiner am Bass, die er inzwischen geheiratet hat, harmonisiert bestens mit Wortmann, eine runde Sache. Eine druckvolle und verlässliche Basis, die dem Extremisten die Freiheiten sichert, die er für seine eigenwilligen Kompositionen braucht.

Das Trio macht überall in der Republik durch außergewöhnliche Konzerte auf sich aufmerksam.

Zum Fleiß kommt häufig schnell das Glück des Tüchtigen.

Kurz nach dem Abschluss seines Studiums an der Hochschule für Künste in Sachen Popular-Musik, trifft Sandro in einem Musikladen in Oldenburg auf den Musik-Komödianten Helge Schneider, der ihn beim  Spielen einer Gitarre hört, die er verkaufen will. Um zu sehen, was Sandro da auf dem Griffbrett abliefert, sind seine Augen nicht schnell genug. Stark beeindruckt fragt Schneider an, selbst hervorragender Saiten-und Tasten-Spezialist, was Gitarre zusammen mit Gitarristen kosten würden. Dann kommen Anfrage und Bestätigung am nächsten Morgen, am selben Abend schon die Show mit zu spielen, um dann mit seiner Band auf Tour zu gehen.

Schneider, der nicht nur „Katzeklos“ produziert, ist clever genug, solch einen kompromisslosen Virtuosen, der sein Instrument in- und auswendig kennt, es beherrscht, auch richtig in Szene zu setzen.

So machen musizieren und Geld verdienen Spaß.

Dennoch, es bleibt ein Intermezzo. Der Hardrock Gitarrist hat ein festes Ziel vor Augen, und das ist die Umsetzung seiner Ideen, seiner brandneuen Kompositionen mit der eigenen Band, in der nun seit acht Jahren der exzellente Nikolas Fritz trommelt. „Ausgeholfen“ hat Sandro in den vergangenen Jahren genug, ob nun als Produzent, Frontmann oder Studio-Musiker bei diversen internationalen Projekten wie, beispielsweise, „Zillion“ oder dem brandneuen Michael Kiske (Ex-Halloween) Album.

Sandro - der Mann

Vielleicht ist es auch alles ein bisschen viel; denn Booking, Organisation, Verhandeln mit Plattenfirmen, das alles kommt aus einer Hand, der eines Musikers. Und die sind in den seltensten Fällen auch die  geschicktesten Verhandlungspartner. Hinzu kommt, dass es wesentlich komplizierter ist, eigene Songs ans Publikum zu bringen, als, beispielsweise, mit der gesamten Bandbreite einer Top 40 Band zu nutzen.

So sehen es wohl auch die meisten Radiosender, die damit argumentieren, dass sie ihre Hörer nicht verlieren wollen.

„Heute ist alles viel strukturierter. Kunst wird vom Marketing bestimmt. Es wird produziert, was die Leute hören wollen, was sich verkauft„ , sagt Giampietro.

Ein offenes Geheimnis, dass die meisten Bands seines Genres mit einer Ballade weltweit die Charts eroberten, einem Titel also, der sofort Emotionen hervor ruft.

Es ist nun Zeit, sich selbst neu zu inszenieren, aus dem eigenen Schatten heraus zu treten, was absolut nicht heißen soll, dass nun gezielt Lieder für den Markt geschrieben werden.

Seit ca. einem Jahr gibt es ein neues Konzept, und mit „1st Element“ einen neuen Namen und ein amtliches Management, das darauf achten soll, dass nichts mehr dem Zufall überlassen wird.

„Um in der Liga mitspielen zu können, muss man  sich jeden Schritt immer wieder bewusst machen“, sagt René Marceddu, der neue, wichtige Mann an Sandros Seite.

Für knapp ein halbes Jahr verabschiedet Sandro sich noch einmal von seiner Familie für eine Tournee, auf der er nebenbei sein neues Material komplettieren will. Dann geht ’s direkt an die Fertigstellung der neuen CD, die erstmalig „live“ eingespielt werden soll und nicht mit „Klick“ weil sie, wie das Wort schon sagt, „leben“ soll.

„Das erste Element“, auf das man gespannt sein darf.


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